Mastercard-Studie: Deutsche Jugendliche nutzen KI beim Einkaufen bereits doppelt so häufig wie ihre Eltern
Frankfurt/Main (ots)
- 55,6 % der Jugendlichen glauben, dass KI die Art verändern wird, wie ihre Generation in Zukunft einkauft
- Bis 2030 wird mehr als jeder zehnte Online-Käufer routinemäßig KI-Agenten für Einkäufe einsetzen
- Vertrauen, Transparenz und Kontrolle sind entscheidende Faktoren im Online-Einkauf der Zukunft
Künstliche Intelligenz wird für junge Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bereits heute zum Einkaufsbegleiter. Deutsche Jugendliche nutzen KI bei der Suche nach Produkten und Kaufoptionen etwa doppelt so häufig wie ihre Eltern. Zugleich zeigt der neue Mastercard-Report "A Short History of the Future of Shopping and Payments": Bis 2030 wird in Europa mehr als jeder zehnte Online-Käufer routinemäßig KI-Agenten für Einkäufe einsetzen. Grundlage des Reports ist eine großangelegte, internationale Studie unter 26.000 Eltern und Jugendlichen in 13 Ländern.
Der Report kombiniert die Studienergebnisse von Mastercard mit den Einschätzungen von vier führenden Zukunftsforscherinnen und Forschern aus Europa, Asien und den USA. Er untersucht, wie sich Einkaufen und Bezahlen bis zum Ende des Jahrzehnts verändern können.
Nikolaus Trzeschan, General Manager Germany bei Mastercard, sagt: "KI unterstützt Menschen schon heute bei Kaufentscheidungen. Die Umfrage zeigt: Deutsche Jugendliche nutzen KI beim Einkaufen bereits etwa doppelt so häufig wie ihre Eltern. Dieser Trend ist unumkehrbar und für Verbraucherinnen und Verbraucher wird deshalb zukünftig eine neue Frage wichtig: Wem vertraue ich, in meinem Namen Entscheidungen zu treffen? Genau hier werden Sicherheit, Transparenz und Kontrolle zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Technologien wie Mastercard Agent Pay schaffen die Grundlage dafür, dass KI-Agenten künftig sicher und nachvollziehbar Transaktionen durchführen können."
Junge deutsche Verbraucher nutzen KI bereits selbstverständlich
Laut Mastercard-Report "A Short History of the Future of Shopping and Payments" hat der Wandel bereits begonnen. Die Befragung von 26.000 Eltern und Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren in 13 Ländern, darunter Deutschland, zeigt: Deutsche Jugendliche nutzen KI bei der regelmäßigen Produktsuche, Auswahl und Kaufentscheidung etwa doppelt so häufig wie ihre Eltern und gehören damit zu den Treibern einer neuen Form des digitalen Einkaufens.
Besonders aufschlussreich sind die unterschiedlichen Zukunftserwartungen Jugendlicher in Europa: In Deutschland rechnen 29,8 % der Jugendlichen damit, dass KI in fünf Jahren zu einer ihrer wichtigsten Einkaufsarten gehören wird. In Frankreich liegt dieser Anteil bei 34,8 %, in Großbritannien sogar bei 45,7 %.
Weitere Ergebnisse für Deutschland zeigen, wie stark Jugendliche und Eltern KI-Kompetenz, digitale Sicherheit und zukünftige Einkaufsformen bereits heute einordnen:
Konkrete Nutzungsquoten für Deutschland
- 79,9 % der Jugendlichen haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal KI zur Produktrecherche genutzt
- 84,7 % der Jugendlichen halten es für wichtig oder sehr wichtig, zu lernen, wie KI funktioniert
Perspektive auf die Zukunft - Deutsche Jugendliche
- 55,6 % glauben, dass KI die Art verändern wird, wie ihre Generation in Zukunft einkauft
- 29,8 % erwarten, dass KI in den nächsten Jahren zu einer der wichtigsten Formen des Einkaufens werden wird
- 27,0 % vertrauen Käufen durch KI mehr als anderen Methoden
Einschätzung der Eltern
- 86,1 % der deutschen Eltern sehen KI-Kompetenz als wichtig für die Zukunft ihrer Kinder an
- 92,3 % der Jugendlichen und 94,2 % der Eltern sehen digitale Kompetenz und Online-Sicherheit als wichtig an
Die Ergebnisse zeigen, dass KI-gestütztes Einkaufen den Schritt von einer neuen Technologie hin zu einem alltäglichen Werkzeug vollziehen könnten. Vor allem jüngere Generationen fühlen sich zunehmend wohler dabei, Produktsuche, Empfehlungen und Kaufentscheidungen durch KI unterstützen zu lassen.
KI-Agenten halten Einzug in den Alltag
Vier führende Vordenker haben auf Grundlage der Umfrage Prognosen zu den Themen KI, Handel und Zahlungsverkehr entwickelt: Magnus Lindkvist (Schweden), Patrick Dixon (Großbritannien), Katja Forbes (Australien) und Theodora Lau (USA). Ihre Einschätzungen zeigen, welche Veränderungen Verbraucherinnen und Verbraucher in den kommenden Jahren erwarten könnten. So gehen sie davon aus, dass alltägliche Einkäufe wie Lebensmittel oder Medikamente zu den ersten Kategorien gehören werden, die an KI-Agenten delegiert werden.
Magnus Lindkvist, Lead-Zukunftsforscher des Reports: "Bis 2030 werden Kauf und Einkaufen nicht mehr dasselbe bedeuten. KI-Agenten werden routinemäßige Einkäufe übernehmen, sodass Einkaufen selbst zu etwas wird, das wir gezielt für Inspiration, persönliche Interessen und Vergnügen nutzen."
Vertrauen wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil
Der Report identifiziert Vertrauen als zentrale Voraussetzung für den Übergang zu Agentic Commerce. Magnus Lindkvist sagt: "Jede große Verschiebung im Handel war im Kern eine Verschiebung des Vertrauens. Vom Marktplatz zum Einkaufszentrum, vom Katalog bis zum Klick auf einen Button - jede historische Entwicklung des Handels hat Menschen dazu gebracht, neuen Formen des Handels zu vertrauen."
Der Wissenschaftlerin Theodora Lau prognostiziert, dass bis 2030 voraussichtlich mindestens drei G20-Aufsichtsbehörden klare Rahmenbedingungen für Identität, Zustimmung, Autorisierung und Haftung schaffen werden.
Während der Report auf das Jahr 2030 blickt, gibt es in Deutschland bereits erste praktische Beispiele für Agentic Commerce. Im Mai 2026 haben Mastercard, Deutsche Bank, DZ BANK und N26 Deutschlands erste live durchgeführte, agentische Transaktion erfolgreich umgesetzt. Die Demonstration zeigte, wie KI-Agenten im Auftrag von Verbraucherinnen und Verbrauchern Zahlungen ausführen können und dabei Verbraucherkontrolle, Transparenz und Schutzmechanismen in den Mittelpunkt stellen.
Händler müssen sich auf neue Abläufe einstellen
Der Report beschreibt eine neue Art von Kunde: KI-Agenten, die große Datenmengen analysieren, Aussagen verifizieren, Bewertungen auswerten und innerhalb von Sekunden Kaufentscheidungen nach definierten Vorgaben treffen können.
Händlerinnen und Händler werden deshalb ihre digitalen Produktinformationen und Treueprogramme nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Agenten optimieren müssen. Informationen wie Preise, Größen, Bilder, Testberichte und Zertifikate werden zunehmend maschinenlesbar bereitgestellt werden müssen, damit Agenten sie finden, auswerten und einordnen können.
Über "A Short History of the Future of Shopping and Payments"
Mastercard hat in Zusammenarbeit mit seinem Forschungspartner Opinium untersucht, wie Eltern und Jugendliche KI-Assistenten beim Einkaufen und Bezahlen nutzen. Die Feldarbeit fand im Juni und Juli 2026 statt. Befragt wurden 13.000 Eltern-Kind-Paare beziehungsweise 26.000 Befragte in 13 Märkten: Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien, Tschechien und Vereinigtes Königreich. Der vollständige Report "A Short History of the Future of Shopping and Payments" mit allen 15 Prognosen und vollständigem Kommentar der Zukunftsforschenden ist verfügbar auf www.mastercard.com.
Über Mastercard (NYSE: MA)
Mastercard stärkt die Wirtschaft und unterstützt die Menschen in mehr als 200 Ländern und Territorien weltweit. Gemeinsam mit unseren Kund:innen arbeiten wir an einer nachhaltigen Wirtschaft, in der jede und jeder erfolgreich sein kann. Wir bieten eine große Bandbreite an digitalen Zahlungsmöglichkeiten, die Transaktionen einfach, sicher, smart und leicht zugänglich machen.
Unsere Technologien und Innovationen, Partnerschaften und Netzwerke bilden eine einzigartige Kombination an Produkten und Lösungen, die Konsument:innen, Unternehmen und Behörden helfen, ihr volles Potenzial zu erreichen. www.mastercard.com.
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