BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

BAM überprüft Energieeffizienz von Wärmepumpen

Um energieeffizient zu heizen, achten Sie beim Kauf von Wärmepumpen und anderen Heizgeräten auf die Energieverbrauchskennzeichnung.
Quelle: AndreyPopov/Essentials Collection/Getty Images
Um energieeffizient zu heizen, achten Sie beim Kauf von Wärmepumpen und anderen Heizgeräten auf die Energieverbrauchskennzeichnung. Quelle: AndreyPopov/Essentials Collection/Getty Images

Berlin, 02.03.2018. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat den Energieverbrauch von Wärmepumpen überprüft. Dazu hat das Expertenteam der BAM 20 prominente Modelle verschiedener Hersteller in unabhängigen, akkreditierten Laboratorien untersuchen lassen. Das Fazit der BAM: Bei allen bislang überprüften Modellen gibt es keine Abweichung zwischen Messwert und deklariertem Energiewert auf dem Label.

Im Winter ist ein warmes Zuhause unentbehrlich. Doch wer ausgiebig heizt, wird beim Blick auf die Rechnung oft böse überrascht, denn Heizen verbraucht im Haushalt die meiste Energie. Eine intelligente Heizungstechnik hilft, den Energieverbrauch zu senken. Besonders effizient und gleichzeitig umweltfreundlich funktioniert Heizen mit Wärmequellen aus der Umwelt. Mit einer Wärmepumpe kann dem Erdboden, dem Grundwasser oder der Außenluft Wärme entzogen und für die Raumheizung oder für die Warmwassererzeugung genutzt werden.

Um den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Auswahl der richtigen Heizung zu erleichtern, werden in Europa Heizungen in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Seit 2012 sind diese für Wärmepumpen verpflichtend. Ob die Produktangaben zum Energieverbrauch richtig sind, überprüfen derzeit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAM im Projekt Unterstützung der Marktüberwachung am Beispiel von Wärmepumpen. Sie wollen Schwachstellen in den Prüfmethoden aufdecken und die Prüfungen verbessern. Damit wird auch die Marktüberwachung unterstützt.

"Das Einhalten der Vorschriften zu Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung muss wirksam überwacht werden. Dies erfordert einen hohen Aufwand an technischen Prüfungen, auch, damit die Marktüberwachungsbehörden gerichtsfest nachweisen können, dass das drin ist, was auf dem Produkt draufsteht, auch bei der Energieeffizienz", so Dr. Floris Akkerman, Leiter des BAM-Referats Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung.

Im Projekt Unterstützung der Marktüberwachung arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der BAM eng mit den Marktüberwachungsbehörden der Länder zusammen, denn: Marktüberwachung obliegt den Ländern. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen die Marktüberwachungsbehörden unterstützen und helfen, gleiche Wettbewerbsbedingungen im Markt zu fördern. Gleichzeitig soll das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die Angaben zur Energieeffizienz auf den Etiketten und Datenblättern gestärkt werden.

Das Projekt Unterstützung der Marktüberwachung ist eine von vielen Maßnahmen im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung. Das Ziel von NAPE ist es den Primärverbrauch bis 2050 zur halbieren. Weitere Informationen zum Projekt NAPE finden Sie unter www.bam.de/nape

Kontakt: 
Venio Quinque, M.A., LL.M./LL.B. 
Leiter Referat Unternehmenskommunikation 
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) 
T: + 49 30 8104-1002 
presse@bam.de 
www.bam.de


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Die BAM gewährleistet Sicherheit in Technik und Chemie. 

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine
Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und
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Die BAM forscht, prüft und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern.
Im Fokus aller Tätigkeiten in der Materialwissenschaft, der Werkstofftechnik und
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Dazu werden Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie
natürliche und technische Systeme von volkswirtschaftlicher Dimension und
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