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Frankfurter Rundschau zu weltweiten Hinrichtungen: Gegen die Menschenwürde (Bitte Sperrfrist 18.5., 02:00 Uhr, berücksichtigen.)

Frankfurt (ots)

Recht und Gerechtigkeit? Die Todesstrafe hat nichts, aber auch gar nichts davon. Sie ist eine verachtens- und verurteilungswürdige finale Selbstüberhebung des Menschen über den Menschen. Und im Rechtsstatt nichts anderes als die Kapitulation vor dem primitivsten Rachegedanken. Sie ist unumkehrbar, fehleranfällig und brutal. Sie trifft nicht nur Schuldige, sondern auch falsch Verurteilte. Sie trifft überproportional Arme, Minderheiten und Menschen, die sich keine gute Verteidigung leisten können. Nicht einmal der Abschreckungseffekt lässt sich nachweisen. Die Todesstrafe ist grausam, diskriminierend und wirkungslos. Diktaturen und Autokratien setzen das Verhängen dieser extremsten Strafe als Instrument der Vernichtung, des Terrors, der Willkür ein - siehe China, Iran oder Saudi-Arabien. Wie kann ein Rechtsstaat dasselbe staatliche Gewaltinstrument nutzen und sich demokratisch auf der sicheren Seite wähnen?

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Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222

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