Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"

Wildtierverbot für Zirkusgastspiele in Stuttgart - gegen den Trend und die eigene Verwaltung

Elefant des Zirkus Charles Knie auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart (November 2014) Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/103332 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"/Dirk Candidus"

Kirchheimbolanden (ots) - Der Wirtschaftsausschuss des Stuttgarter Gemeinderats hat sich mit 9 zu 7 Stimmen für ein Wildtierverbot ausgesprochen, das für Zirkusgastspiele auf dem Cannstatter Wasen gelten soll. Damit stellen sich die Kommunalpolitiker gegen den Rat der eigenen Verwaltung. So kann man in einer Stellungnahme der Stadt an die Gemeinderäte Folgendes lesen: "Aus veterinärmedizinischer Sicht gibt es keine Gründe, Zirkusbetriebe mit Wildtieren von der Vergabe der Plätze auszuschließen." Gleichzeitig ist die Rechtmäßigkeit eines Verbots äußerst zweifelhaft, da die Tierhaltung im Zirkus auf Bundesebene klar geregelt ist. Wird das Verbot tatsächlich im Januar vom Gemeinderat abschließend angenommen, würde das hohe Gut der Berufsfreiheit der Zirkusleute eingeschränkt, ohne dass die eigene Verwaltung Handlungsbedarf sieht.

Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus", das sich schon seit geraumer Zeit gegen das Verbot einsetzt, ist erstaunt, dass der Wirtschaftsausschuss offenbar den eigenen Experten weniger traut als einschlägigen Tierrechtsvereinen. Organisationen wie der in Stuttgart ansässige Verein PETA, dessen Antragstext das Linksbündnis im Gemeinderat im Wortlaut übernommen hat, betreiben deutschlandweit eine Kampagne gegen Tierhaltung im Zirkus. Auf Bundesebene sind derartige Vorhaben jedoch bereits mehrmals gescheitert. Eine vom renommierten Circus Krone initiierte Petition gegen ein Wildtierverbot erreichte erst kürzlich 37.000 Unterschriften, der wissenschaftliche Dienst des Bundestags stellte in einer Studie fest, dass keine Belege dafür gefunden werden konnten, dass das Wohl von Wildtieren im Zirkus - von Einzelfällen abgesehen - beeinträchtigt sei.(1)

Auf Grund der beschriebenen Sachlage lehnen immer mehr Städte Wildtierverbotsanträge ab. So haben sich aktuell etwa Regensburg, Hannover, Trier und Augsburg gegen ein Verbot entschieden. In Düsseldorf wurde ein Verbot wieder zurückgenommen, in Chemnitz und Darmstadt wurden Verbote vor Gericht gekippt. Stuttgart stellt sich somit gegen den Trend. Es bleibt abzuwarten, wie lange ein Verbot Bestand haben wird. Das Publikum des überaus erfolgreichen Stuttgarter Weltweihnachtscircus zeigt indes, dass Zirkusprogramme mit Wildtierdarbietungen sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.

Der Text wurde von Daniel Burow geschrieben.

(1) Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags (24. 09. 2015): Sachstand "Wildtierhaltung im Zirkus", Aktenzeichen: WD 5 - 3000 - 123/25: http://ots.de/6prvB

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