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US-Schauspielerin Melissa McCarthy kritisiert Bewertung von Frauen in Führungspositionen

Berlin (ots) - McCarthy nervt die Doppelmoral im Vergleich mit männlichen Führungskräften / Schauspielerin vermisst bei vielen Filmen die Substanz: "Man muss die Drehbücher einfach selbst schreiben" / Kritik an Frauen-Rollen in Komödien: "Frauen sind nicht unlustig, nur ihre Rollen"

Berlin, 6. April 2016 - Die US-Schauspielerin Melissa McCarthy kritisiert die Bewertung von Frauen in Führungspositionen. "Auch heute noch giltst du automatisch als aggressiv und zickig, wenn Du als Frau weißt, was du willst und dafür auch einstehst", sagte McCarthy im Interview mit dem Business-Lifestyle-Magazin 'Business Punk' (Ausgabe 2/2016, EVT 7. April). "Bei Männern heißt es bei solchem Verhalten immer, sie seien zielstrebig und gut in ihrem Job. Im amerikanischen Vorwahlkampf für die Präsidentschaftwahl ist diese Doppelmoral gerade auch mal wieder bestens zu beobachten." Die Vorstellung, dass Frauen zwar Unternehmen führen sollten, aber das immer schön höflich und bescheiden, sei absurd.

McCarthy, die mit der Serie 'Gilmore Girls' bekannt wurde, produziert inzwischen gemeinsam mit ihrem Ehemann Ben Falcone selbst Filme. Den Entschluss zu diesem Schritt begründet die 45-Jährige damit, dass es vielen Filmen an Substanz fehle. "Das beste Rezept gegen einen Mangel an interessanten, mehrdimensionalen Rollen: Man muss die Drehbücher einfach selbst schreiben und Projekte auf eigene Faust auf die Beine stellen." In ihrer Rolle als Unternehmerin in der Film-Branche will McCarthy auch mit dem Vorurteil aufräumen, dass Frauen nicht witzig sein könnten. "Irgendwann hat man in Hollywood leider beschlossen, dass in Kommödien alle Frauen perfekt, stilisiert und makellos sein müssen - aber damit raubt man ihnen doch jedes Potenzial, witzig zu sein", beklagte sie sich. "Unlustig waren eigentlich nie die Frauen, sondern nur die Rollen, die sie spielen durften."

Sich selbst schätzt McCarthy als umgängliche Chefin ein. "Meinen Mann kommandiere ich jedenfalls nicht herum", sagte sie im 'Business Punk'-Interview. Und auch bei ihren Mitarbeitern und Angestellten setze sie auf Freundlichkeit und flache Hierarchien. "Warum sollte ich jemanden unterdrücken und mir andere Ideen nicht anhören? Chefs, die glauben, sie wüssten als Einzige, wie es zu laufen hat, und keine Meinung neben ihrer dulden, fand ich schon immer furchtbar."

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Joachim Haack, PR und Kommunikation G+J Wirtschaft und Corporate
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