Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (864) WM 2006 - Zwischenbilanz nach den fünf Spielen in Nürnberg

    Nürnberg (ots) - "Es ist unglaublich gut gelaufen, alles blieb friedlich, und die Einsatzstrategie der Polizei ist voll aufgegangen". Mit diesen Worten begann der mittelfränkische Polizeipräsident Gerhard Hauptmannl die Pressekonferenz anlässlich der Zwischenbilanz nach den vier Vorrundenspielen und dem Achtelfinale im Nürnberger Franken-Stadion.

    Die mittelfränkische Polizei hat sich seit zwei Jahren mit einem Vorbereitungsstab auf die WM 2006 vorbereitet. Die Bewältigung des Confed-Cups im vergangenen Jahr war ein erster Test für die anstehenden Aufgaben. Um dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" gerecht zu werden und der Intention keine "Polizeifestspiele" stattfinden zu lassen, setzte die Polizei bei ihrer Taktik auf drei Säulen. 1. Die perfekte Aufklärung aller sicherheitsrelevanten Fakten, vor allem der frühzeitige enge Kontakt zu den Polizeien der Gastländer sowie die Kommunikation mit den ausländischen Medien. 2. Der Einsatz von Gesprächsbeamten. Bei den brisanten Spielen waren die ausländischen Kollegen perfekte Ansprechpartner für die Fans in der Heimatsprache und darüber hinaus im gewissen Maß, zusammen mit ihren deutschen Kollegen, "wandelnde Notrufsäulen" für die Gäste. 3. Die frühzeitige Absprache mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung und der Justiz hinsichtlich des Vorgehens der Polizei, um nicht sofort bei jeder Kleinigkeit offen gegen eventuelle Störer einschreiten zu müssen. Die Polizeikräfte wurden verdeckt vorgehalten, hätten aber sofort zugreifen können.

    Diese Deeskalationsmaßnahmen hatten Erfolg, so dass die Feierlaune der Fans nicht gestört wurde und es fast zu keinerlei Sicherheitsstörungen kam.

    In den zurückliegenden 17 Tagen mussten lediglich 34 Körperverletzungen, bei denen nie mehr als drei Personen beteiligt waren und auch niemand schwere Verletzungen davon trug, registriert werden. Sechs Widerstände gegen Polizeibeamte kamen zur Anzeige und 62 Taschendiebstähle wurden gemeldet. 77 falsche Fünfziger wurden an den Mann gebracht. In Unterbindungsgewahrsam kamen acht Deutsche und zwei Engländer. Drei Taschendiebe und zwei Falschgeldverbreiter konnten auf frischer Tat festgenommen werden. Von den wenigen Festgenommenen befindet sich lediglich noch ein Engländer wegen Körperverletzung in Untersuchungshaft.

    Polizeipräsident Hauptmannl dankte den Medien für ihre gute und faire Zusammenarbeit mit der Polizei, den Nürnbergern für ihre große Toleranz und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement, das es ermöglichte, einen friedlichen Verlauf der Fußballweltmeisterschaft in Nürnberg zu gewährleisten.

    Die Polizei hat den Menschen gezeigt, dass die Fans zum Feiern zu uns nach Nürnberg kommen können und niemand Angst vor Straftaten haben muss.

    Peter Grösch


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