Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (470) Rettungskräfte sollten als Geldeintreiber fungieren

    Nürnberg (ots) - Am 27.03.2006, zur Mittagszeit, wurden Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in Nürnberg von einer 46-jährigen Wohnsitzlosen zum Geldeintreiben missbraucht. In einem fingierten Anruf, den sie von einer Nachbarin ausführen ließ, wurde ein vermeintlicher Unglücksfall mitgeteilt. Angeblich sei ihrem Vater, der in der Nürnberger Nordstadt wohnt, in der Wohnung etwas zugestoßen. Die Hilfskräfte rückten sofort mit Sonderrechten an.

    Nachdem die Wohnung gewaltsam geöffnet und der Gesuchte nicht angetroffen werden konnte, stellte sich schnell heraus, dass es sich bei der 46-Jährigen nicht um die Tochter des Wohnungsinhabers handelt, sondern dass die Dame angeblich zu Liebesdiensten bestellt war. Da ihr 73-jähriger "Freier" nicht öffnete, wollte sie auf diese Art und Weise zu ihrem Geld kommen. Zunächst versuchte die 46-Jährige jedoch, diese Tatsache durch Angabe falscher Personalien zu verschleiern. Erst bei einer erkennungsdienstlichen Behandlung konnte ihre wahre Identität geklärt werden. Zum Sachverhalt machte die wohnsitz- und arbeitslose Frau keine weiteren Angaben.

    Wegen des Missbrauchs von Notrufen wurde von der Staatsanwaltschaft Antrag auf Erlass eines Haftbefehls gestellt. Die Frau wurde heute dem Haftrichter vorgeführt. Auf sie kommen auch noch die Einsatzkosten, die mindestens 1.000 Euro betragen werden, zu.


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