Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1335) Raubüberfall auf Postagentur in Windsbach war vorgetäuscht

    Ansbach (ots) -

    Der Raubüberfall auf eine Lottoannahmestelle mit angeschlossener Postagentur am 02.11.2004 in Windsbach (Lkr. Ansbach) war vorgetäuscht. Wie berichtet (siehe OTS 1303) hatte die 20-jährige Betreiberin am Dienstag kurz vor 07.00 Uhr über Notruf mitgeteilt, dass sie bei Arbeitsbeginn von einem unbekannten Mann unter Vorhalt einer Schusswaffe und durch Schläge zur Herausgabe der Tresorbestände in Höhe von etwa 25.000 Euro erpresst wurde.

    Die Ermittlungen des Fachkommissariats der Ansbacher Kriminalpolizei führten gestern Nachmittag zum Durchbruch. Die Geschäftsfrau legte mittlerweile ein umfassendes Geständnis zu der "Räuberpistole" ab.

    Um den seit Tagen gemeinsam mit ihrem 21-jährigen Freund geplanten "Überfall" echt wirken zu lassen, wurde das Vorgehen detailliert inszeniert. So hatte sich die Frau tatsächlich am Tatort - wie von ihr geschildert - von ihrem Freund schlagen und bedrohen lassen. Selbst die angegebene Personenbeschreibung und Bekleidung des Unbekannten traf im Wesentlichen zu. Der aus dem Landkreis Ansbach stammende Mann führte neben dem beschriebenen Rucksack auch eine Schreckschusspistole mit. Nach Verlassen der Geschäftsräume entfernte er sich mit seinem hinter dem Geschäft abgestellten Pkw. Wenige Minuten später alarmierte die Frau die Polizei.

    Die Geschäftsführerin hatte die Postagentur erst vor wenigen Wochen übernommen. Sie habe aus Geldnot gehandelt. Das fehlende Geld hatte sie bereits im Vorfeld des angeblichen Raubes veruntreut und ausgegeben. Ihr Freund habe hiervon nur geringfügig profitiert. Am Dienstag hatte der Tatverdächtige lediglich 600 Euro aus dem Ladenkasse, einige Stangen Zigaretten sowie Lose und Briefmarken für einige tausend Euro mitgenommen und noch am gleichen Tag in einem Keller versteckt. Auch er räumte inzwischen seine Tatbeteiligung ein.

    Die beiden Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der Sachbearbeitung wieder auf freien Fuß gesetzt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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