Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (561) Großangelegte Vermisstensuche am Brombachsee
Skipper nach Bootsunfall vermisst - Zur Pressemeldung vom 19.05.2003 -

    Schwabach (ots) - Seit 18.05.2003 wird ein damals 43-jähriger Skipper nach einem Bootsunfall am Großen Brombachsee vermisst. Der 43-jährige Kfz- Meister aus Oettingen kenterte bei starkem Sturm (Windstärke 7-8) mit seiner gleichaltrigen Ehefrau zwischen Enderndorf und Ramsberg. Dem Vermissten gelang es, das 5,60 m lange Kielschwertboot der Klasse Kim, an dem sich seine Frau festklammerte, aufzustellen, so dass die Ehefrau wieder im Boot war. Er versuchte vergebens schwimmend das Boot zu erreichen, das jedoch durch den starken Wind abgetrieben wurde.

    Sofort eingeleitete Such- und Rettungsmaßnahmen verliefen am Unglückstag ergebnislos.

    Am Folgetag, den 19.05.2003, wurde der See mit Polizeiboot und Polizeihubschrauber abgesucht, die Uferbereiche mit über 20 Suchhunden. In den folgenden Wochen und Monaten wurden verschiedene Suchaktionen veranlasst. Unter anderem waren mehrfach sogenannte Wasserleichensuchhunde einer Suchhundestaffel aus Freiburg im Breisgau im Einsatz, Sidescan und Sonargeräte aus Österreich bzw. aus der Schweiz. Mit Hilfe dieser Technik wurden verschiedene Gebiete im See markiert und von Tauchern abgesucht. Aufgrund der Wetterverschlechterung im vergangenen Herbst mussten die Suchmaßnahmen eingestellt werden, noch offene Punkte sollen bei der erneuten Suche abgeklärt werden.

    Heute am 21.04.2004 sind vier Tauchergruppen der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus München, Würzburg, Nürnberg und Königsbrunn mit ca. 50 Mann, davon 23 Tauchern und zahlreichen Booten im Einsatz.

    Einige Daten zum See selbst: Der Große Brombachsee hat eine Wasserfläche von 870 Hektar, eine Wassertiefe bis zu 38 Meter, an der vermuteten Unfallstelle von ca. 20 Metern. Die Uferlänge beträgt ca. 17,5 km.

    Für die Taucher gestalten sich die Suchmaßnahmen durchwegs nicht einfach. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein überflutetes Gebiet handelt und dieses vorher nicht eingeebnet wurde, befinden sich noch Reste von Gebäuden und Mauern, Baumstümpfe, Wurzelwerk, Buschwerk usw. am Seegrund.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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