Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (347) Großbrand im Industriegebiet Nürnberg-Großreuth bei Schweinau

    Nürnberg (ots) - Am 12.03.2004, kurz vor 08.00 Uhr, wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Lagerhallenbrand in die Edisonstraße gerufen. In dem zweistöckigen Gebäude, das eine Ausdehnung von etwa 100 x 100 Metern hat, war aus noch nicht bekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Ersten Informationen zufolge wird die Halle von drei Firmen genutzt. Hauptsächlich waren Autozubehörteile, Reifen und Hydraulikpumpen gelagert.

    Das Feuer entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem Großbrand, und trotz einem Großaufgebot von Feuerwehrkräften wurde die Halle fast komplett ein Raub der Flammen. Die Firmenmitarbeiter konnten das Gebäude noch rechtzeitig verlassen, und da nicht auszuschließen war, dass das Feuer auf angrenzende Betriebe übergreift, wurden auch diese Firmen vorsorglich evakuiert.

    Das Feuer hatte zur Folge, dass ein riesiger Rauchpilz aufstieg und in Richtung Nordwesten zog. Aus diesem Grunde wurden die Anwohner der Nürnberger Stadtteile Großreuth bei Schweinau, Kleinreuth bei Schweinau, Höfen, Leyh, Sündersbühl, Gaismannshof und Fürth-Weikershof vorsorglich über Rundfunk und Lautsprecher aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die Klimaanlagen abzuschalten, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass durch den Austritt der Schadstoffe eine Gefährdung bestand. Der Polizeihubschrauber wurde eingesetzt, um von der Luft aus ständige Angaben über die Ausdehnung der Rauchwolke machen zu können. Gegen 11.30 Uhr konnte von der Feuerwehr Entwarnung gegeben werden - es wurden keine toxischen Schadstoffe mehr festgestellt, alle Werte lagen unter der Nachweisgrenze. Rauch könnte eventuell aber noch mit Klimaanlagen verteilt werden, weshalb diese noch nicht genutzt werden sollten.

    Insgesamt waren 260 Einsatzkräfte mit 80 Fahrzeugen vor Ort. Die Berufsfeuerwehr Nürnberg war mit mehreren Löschzügen im Einsatz, unterstützt von zahlreichen Helfern Freiwilliger Feuerwehren und des THW. Bei einer Pressekonferenz um 11.30 Uhr erklärte der Feuerwehreinsatzleiter, dass der Brand seit ca. 11.00 Uhr unter Kontrolle ist, die Nachlöscharbeiten aber mindestens noch den ganzen Tag andauern werden. Auch der Rettungsdienst stand mit vielen Einsatzkräften bereit.

    Die Nürnberger Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab, hielt Not- und Rettungswege frei und leitete den Verkehr um. Eingesetzt waren hierzu 60 Beamte mit 25 Fahrzeugen. In der Edisonstraße wird es weiterhin zu Verkehrssperren und Verkehrsbeeinträchtigungen wegen des andauernden Feuerwehreinsatzes kommen.

    Ein Firmenmitarbeiter wurde mit Verdacht einer leichten Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Zwei Feuerwehrmänner trugen bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen davon. Der Brandschaden beträgt ersten Schätzungen zufolge ca. 15 Millionen Euro. Durch herabfallende Fassadenteile wurden mehrere Pkw von Firmenmitarbeitern beschädigt.

    Bevor die Brandstelle nicht abgelöscht und ausgekühlt ist, können die Brandermittler der Kripo Nürnberg ihre Arbeit noch nicht aufnehmen. Frühestens ist dies im Verlauf des 13.03.2004 möglich.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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