Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (940) Rauschgiftring im Landkreis Roth zerschlagen

        Schwabach (ots) - Eine dreiköpfige Arbeitsgruppe der
Kriminalpolizei Schwabach befasste sich seit 1 ½ Jahren mit einem
Rauschgiftring, der seinen Hauptsitz im Landkreis Roth hatte. Diese
Arbeitsgruppe führte Ermittlungsverfahren gegen über 70 Personen aus
dem Landkreis Roth, Raum Schwabach und Nürnberg. Zwischenzeitlich
befinden sich 21 Rauschgifthändler in Untersuchungs- bzw.
Strafvollzugshaft. Verschiedene Gruppierungen importierten insgesamt
152 kg Haschisch/Marihuana aus den Niederlanden nach Deutschland und
verbreiteten das Rauschgift in Nürnberg, Schwabach und Roth.

  Andere Drogenarten wie Amphetamin, Kokain oder Ecstasy spielten eine
untergeordnete Rolle. Im Zuge der Ermittlungen konnte jedoch der
Handel mit 1,5 kg Amphetamin,  450 g Kokain und 200
Ecstasy-Tabletten nachgewiesen werden. Angefangen hatte der Handel
bereits im Jahre 1997. Hier hatte sich ein Pärchen zusammengetan,
sie Hausfrau, nun 30 Jahre alt, er Autoverkäufer, jetzt 31 Jahre
alt. Sie betrieben mit dem Rauschgift Import und Handel. Sie
benutzten für ihre Kurierfahrten Vorführwagen, die dem Autoverkäufer
beruflicherseits zur Verfügung standen. So hatte das Pärchen in den
Jahren 1997 bis Ende 1999 insgesamt 91 kg Haschisch und Marihuana
aus Maastricht/Niederlanden geholt. Sie traten bei den
Besorgungsfahrten als elegantes Geschäftspärchen auf und waren immer
flott gekleidet.

  Als Hauptabnehmerin tat sich eine heute 28-jährige Hausfrau auf, die
den beiden nachweislich ca. 40 kg Haschisch und Marihuana abnahm.

  Das Pärchen hatte eine Organisationsstruktur mit 15 Unterhändlern
aufgebaut.

  Besagte 28-jährige Hausfrau aus Roth, die zunächst als
Hauptabnehmerin fungierte, kümmerte sich ab Dezember 1999
selbstständig um das Geschäft, sie beschäftigte zunächst zwei
Kuriere, die für sie auch mit Mietfahrzeugen Rauschgift aus den
Niederlanden holten. Anfänglich war sie selbst bei einigen Fahrten
dabei.

  Sie baute nach und nach eine Abnehmer-/Verteilerstruktur auf und
hatte zuletzt ca. 20 Abnehmer, die auch größere Mengen umsetzen
konnten. Einer der erwähnten Rauschgiftkuriere arbeitete zum Schluss
auf eigene Rechnung und brachte bei seiner letzten Fahrt 3,2 kg
Haschisch aus den Niederlanden mit. Diese 3,2 kg Haschisch lieferte
er nach seiner Festnahme über einen Rechtsanwalt bei der
Kriminalpolizei Schwabach ab.

  Gegen sieben Rauschgifthändler/-kuriere wurden zwischenzeitlich zum
Teil langjährige Haftstrafen verhängt. Das Strafmaß bewegt sich
zwischen 2 und 6 ½ Jahren.



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