Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (10) Tötungsdelikt zum Nachteil eines Taxifahrers

      Fürth (ots) - Am 22.08.2000, kurz nach 04.00 Uhr, meldete
ein Anwohner der Paul-Keller-Straße in Fürth über Notruf, dass
die Alarmanlage eines Taxis laufe. Ein weiterer Anwohner
bemerkte, wie drei junge Männer vom Taxi in einen nahe gelegenen
Wald rannten. Die erste Streife der Polizei erreichte den Tatort
drei Minuten nach Eingang des Notrufs. Die Beamten fanden den
Taxifahrer leblos mit Stichverletzungen im Fahrzeug sitzend. Der
Notarzt konnte nur noch den Tod des 52-Jährigen feststellen.

    Die Fahndung der Polizei führte etwa 40 Minuten nach der ersten Mitteilung zur Festnahme von drei Russlanddeutschen (18, 19 20 Jahre alt). Die Täterbeschreibung sowie weitere Indizien sprechen dafür, dass es sich bei den Festgenommenen um die Tatverdächtigen handelt.

Die bislang durchgeführten Vernehmungen ergeben folgendes Bild:

    Die Drei hatten das Taxi in Nürnberg von einer Telefonzelle aus in die Frankenstraße zur Telefonzelle geordert und ließen sich an den Tatort fahren. Sie hatten von vornherein die Absicht, den Fahrer zu berauben, denn alle Drei haben Geldprobleme. In der Paul-Keller-Straße im Fürther Stadtteil Heilstättensiedlung (südwestlicher Vorort von Fürth) überfielen sie den Fahrer. Einer der Drei drosselte den Fahrer von hinten mit einer Kordel aus seiner Hose. Ein anderer stach von vorne auf das Opfer ein. Der Fahrer hatte gegen den heimtückischen Angriff nicht die Spur einer Chance. Er hat sich verzweifelt gewehrt, konnte aber nur die Alarmanlage seines Wagens aktivieren. Von der Hupe und vom Blinklicht wurden die Anwohner aufmerksam, daraufhin flüchteten die Verdächtigen ohne Beute.

    Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei junge Russlanddeutsche im Alter von 18, 19 und 20 Jahren. Zwei wohnen in Nürnberg, einer in Fürth. Der 20-Jährige ist bereits wegen verschiedener Gewaltdelikte zur Anzeige gebracht worden.

Alle drei sind ungelernte Arbeiter.

    Die Ermittlungen der Polizei, insbesondere die Vernehmungen, sind noch nicht abgeschlossen.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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