Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (2309) Hohe Beute durch "Enkeltrick"

    Zirndorf (ots) - Mehrere Tausend Euro erbeuteten gestern Mittag (26.11.2009) im Landkreis Fürth noch unbekannte Täter von einer 70-Jährigen. Die Geschädigte wurde zuvor mit dem sog. "Enkeltrick" hereingelegt.

    Gegen 13:00 Uhr erhielt die Zirndorferin den Anruf eines Mannes, der sich als guter Bekannter ihres Sohnes ausgab. In dem Gespräch gab er an, Geld für den Kauf einer Wohnung zu benötigen. Letztlich sicherte die Rentnerin die Übergabe eines vierstelligen Betrages zu. Als Treffpunkt wurde der Parkplatz eines Supermarktes in Oberasbach (Lkrs. Fürth) vereinbart.

    Am Übergabeort erschien wenig später eine dunkelhäutige Frau, die das Geld in Empfang nahm. Zuvor wurde die Rentnerin mit einem fingierten Anruf über ein Mobiltelefon über die Richtigkeit des Wohnungskaufes getäuscht. Angeblich wäre ein Notar der Gesprächspartner gewesen.

    Die Geldabholerin verließ den Parkplatz kurz danach. Erst am Nachmittag, als sich der richtige Schulfreund ihres Sohnes zufällig meldete, flog der Schwindel auf.

    Beschreibung der Frau:

    ca. 30 Jahre alt, ca. 160 cm groß und schlank. Sie sprach hochdeutsch. Bekleidet war sie zum Zeitpunkt der Übergabe mit einer kurzen, schwarzen Lederjacke, schwarzer Jeanshose, dunkelroter Bluse und einer schwarzen Wollmütze.

    Über den Anrufer konnte die Frau nur sagen, dass er hochdeutsch gesprochen hatte.

    Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer (0911) 2112-3333.

    Dieser Vorfall ist zum wiederholten Male Anlass für die Polizei, auf die Gefahren durch Anrufe von vermeintlichen Verwandten oder Bekannten hinzuweisen. Deshalb raten wir:

    1. Bei Anrufen angeblicher Verwandter oder Bekannter mit finanziellem Hintergrund unter deren bekannter - nicht der vom Anrufer angegebenen - Telefon- oder Mobiltelefonnummer zurückrufen und versuchen, den Sachverhalt genauestens zu klären. 2. Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache halten. 3. Bei nicht klärbarem Sachverhalt sofort die Polizei (Notruf 110) verständigen und weiteres Vorgehen absprechen. 4. Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. 5. Fremden, die als angebliche "Vertrauensperson" vermeintlicher Verwandter oder Bekannter kommen, niemals Bargeld aushändigen. 6. Sofort Anzeige erstatten, wenn man auf den "Enkeltrick" trotz aller Vorsicht hereingefallen ist.

    Bert Rauenbusch /mh

Rückfragen bitte an:

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