Polizeiinspektion Harburg

POL-WL: Achtung Autofahrer, ABC-Schützen unterwegs!

Landkreis Harburg (ots) - Mit dem Ende der Sommerferien in Niedersachsen und dem Schuljahresbeginn am Donnerstag, 02.08.2017, müssen sich auch die AutofahrerInnen wieder auf veränderte Verkehrsverhältnisse einstellen. Mit dem neuen Schuljahr machen sich ca. 32.000 Schülerinnen und Schüler im Landkreis Harburg morgens auf den Schul- und mittags auf den Heimweg. Damit steigen nicht nur die Verkehrsmengen an, auch die Struktur der Verkehrsabläufe verändert sich. Unter anderem steigt der Anteil der Radfahrer deutlich an. Insbesondere mit der Einschulung der neuen ABC-Schützen am Samstag, 05.08.2017, nehmen die Schul- und damit auch Verkehrsanfänger der neuen 1.Klassen am Straßenverkehr teil. Verkehrsregeln sind diesen Kindern überwiegend unbekannt, ihre persönlichen Fähigkeiten reichen nicht aus, um sicher und verlässlich die Herausforderungen am Straßenverkehr zu meistern. Hier sind die Eltern gefordert! "Üben Sie den Schulweg mit ihren Kindern. Gehen Sie den nicht immer kürzesten, sondern den sichersten Schulweg mit den Kindern mehrfach ab und weisen Sie auf die besonderen Gefahrenstellen hin!" rät der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Harburg, Dirk Poppinga. Erstklässler haben aufgrund ihrer geringeren Körpergröße eine ganz andere Perspektive, die es gilt auszugleichen. Wer sich als Erwachsener in die Hocke begibt, erlangt einen Blick aus der Kinderperspektive in unseren Verkehrsraum. Parkende und haltende Fahrzeuge versperren nicht nur Kindern den Blick, sie verdecken auch die Kinder vor den Augen der Autofahrer. Für Kleinkinder gilt nicht der Vertrauensgrundsatz, dass sie sich regelkonform verhalten werden! Hier greift der § 1 der Straßenverkehrsordnung, ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht! Verkehrswacht und Polizei werden oft an Grundschulen gerufen, weil dort angeblich gefährliche Situationen beim Überqueren der Fahrbahn im Schulnahbereich entstehen. "Meistens stellen wir dann fest, dass insbesondere die vor der Schule haltenden oder abgestellten Fahrzeuge der Eltern, die ihre Kinder bis auf den Schulhof oder in Extremfällen sogar bis ins Klassenzimmer bringen, Ursache für die Behinderungen sind. Weil die Straße nicht einsehbar ist und die Fahrzeuge regelwidrig auf dem Geh- und Radweg, manchmal sogar auf dem Fußgängerüberweg halten oder parken, entstehen die kritischen Situationen beim Überqueren der Fahrbahn" so Dirk Poppinga. Diese "Helikopter-Eltern" erweisen ihren Kindern einen Bärendienst. Wie sollen sie mehr Selbstständigkeit bei der Verkehrsteilnahme erlangen, wenn man sie nicht Schritt für Schritt eigene Erfahrungen machen lässt und dabei unterstützt? Verkehrswacht und Polizei empfehlen den Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw zur Schule bringen: Suchen Sie vor Schulbeginn einen geeigneten Parkplatz nicht direkt am Schulgelände sondern etwas abgesetzt davon. Gehen Sie die letzten 200 - 300 m mit ihrem Kind gemeinsam zum Schulgebäude und verabschieden sich am Eingang. Nach Schulschluss holen Sie ihr Kind auch dort wieder ab. Mit der Zeit vergrößern Sie den räumlichen Abstand der Verabschiedung und Begrüßung. So lernt Ihr Kind bestimmt mehr, als wenn es unselbstständig von den Eltern bis ins Klassenzimmer gebracht wird. Im Pkw gilt natürlich die Sicherungspflicht des Kindes in einem geeigneten Kindersitz mit Rückhaltesystem! Wer mit dem Fahrrad zur Schule fährt, achtet neben dem technischen Zustand (Beleuchtung, Bremsen, Klingel und vorgeschriebene Rückstrahler) auch darauf, dass die vorgeschriebene Benutzungspflicht von Radwegen eingehalten wird. Und noch eine Bitte von Verkehrswacht und Polizei an alle erfahrenen VerkehrsteilnehmerInnen: Bitte seien Sie den Kindern ein Vorbild im Straßenverkehr! Denn ob Sie es wollen oder nicht, Sie sind es!

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