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07.02.2016 – 12:22

Polizeiinspektion Harburg

POL-WL: Ausschreitungen zwischen Rechts- und Linksmotivierten abseits einer angemeldeten Kundgebung - Polizei konnte durch massive Kräfte Schlimmeres verhindern

Seevetal/Hittfeld (ots)

Am Samstag fand eine angekündigte Demonstration mit dem Thema "Die Ein-Prozent Idee" und "Sicherheitslage in Seevetal und Deutschland" am Rathaus der Gemeinde Seevetal statt. Für diese Versammlung war bereits am vergangenen Sonntag in Form einer Flugblatt-Aktion im Hittfelder Ortskern geworben worden. An der Demonstration nahmen 5 Personen, darunter zwei Kinder, teil.

Bereits vor Beginn dieser Kundgebung hatten sich auf dem angrenzenden Parkplatz eines Einkaufmarktes bis zu 90 Demonstrationsgegner der linken Szene versammelt und versucht, die angemeldete Versammlung durch Aktionen zu verhindern.

Als ein mit mehreren Personen der rechten Szene besetzter Kleinbus auf den Parkplatz fuhr, kam es zur ersten Konfrontation beider Lager. Etwa 30, teils vermummte Linksmotivierte schlugen und traten gegen den Wagen. Es flogen Eier und Knallkörper. Eine Person sprühte Reizgas in das Fahrzeug. Daraufhin stieg mindestens ein Insasse aus dem Kleinbus aus. Bewaffnet mit einer Holzstange versuchte er die linken Gegendemonstranten zu attackieren.

Unter Einsatz von Pfefferspray und Diensthunden trennte die Polizei die Personen beider Lager und geleitete den Kleinbus schließlich vom Parkplatz.

Während ein Großteil der Demonstrationsgegener mit lauten Pfiffen und Gesängen dem etwa halbstündigen Redebeitrag der angemeldeten Kundgebung am Rathaus engegentrat, verließen etwa 30 linksmotivierte Personen das Gelände und verteilten sich im Ortskern. Folgend kam es zu mehreren Begegnungen und Konfrontationen zwischen diesen Personen und anreisenden Versammlungsteilnehmern der rechten Szene. So wurden unter anderem vermummte Personen auf einem Privatgrundstück an der Jesteburger Straße gemeldet. Die Polizei schritt mit starken Kräften ein und konnte weitere Ausschreitungen verhindern.

Insgesamt waren 75 Beamte im Dienst, darunter auch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei aus Oldenburg. Die Polizei leitete insgesamt zehn Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Verstoßes gegen das niedersächsische Versammlungsgesetz ein. Infolge der genannten Auseinandersetzungen erlitten insgesamt sieben Personen leichte Verletzungen.

Während der Ausschreitungen rund um die Kundgebung am Rathaus, demonstierten etwa 50 Bürgerinnen und Bürger fiedlich in der Straße 'Am Göhlenbach'. Unter dem Motto "Grundrecht auf Asyl" hatten zwei Ortsratmitglieder zu der angemeldeten Versammlung aufgerufen.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Harburg
Polizeikommissar
Lars Nickelsen
Telefon: 0 41 81 / 285 - 104
Mobil: 0 160 / 972 710 15 od. -19
Fax: 0 41 81 / 285 - 150
E-Mail: pressestelle (@) pi-harburg.polizei.niedersachsen.de
www.pi-wl.polizei-nds.de

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