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15.09.2017 – 11:16

Zollfahndungsamt Hannover

ZOLL-H: Zollfahnder durchsuchen Wohnhaus und Garagen in Salzwedel - Mutmaßlicher Zigarettenhändler sowie Abnehmer in Untersuchungshaft - Mehr als 200.000 Zigaretten und Bargeld sichergestellt

Magdeburg (ots)

Bereits am 05. September haben Ermittler vom Magdeburger Dienstsitz des Zollfahndungsamtes Hannover in den Morgenstunden bei der Durchsuchung eines Wohnhauses und einer Garage in Salzwedel mehr als 100.000 unversteuerte Zigaretten und 12.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Die Fahnder gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Stendal hatten den Beschuldigten, einen 35-jährigen Kroaten, schon seit mehreren Wochen im Visier. Sie werfen ihm vor, gewerbsmäßig Steuern beim Verkauf von Schmuggelzigaretten zu hinterziehen und so seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Kurz nachdem in der Nacht zum Dienstag eine neue Zigarettenlieferung bei ihm eingetroffen war, schritten die Ermittler ein. Sie durchsuchten sein Wohnhaus und eine von ihm gemietete Garage. Dabei fanden sie mehr als 500 Stangen (100.000 Stück) Zigaretten der Marke L & M und dazu 12.000 Euro Bargeld, das der Beschuldigte vor dem Eintreffen der Zollfahnder in der Dachrinne versteckt hatte.

Der mutmaßliche Zigarettenhändler wurde festgenommen und auf Anordnung des Amtsgerichts Salzwedel in Untersuchungshaft verbracht.

Schließlich konnte am 07.09.2017 noch ein Abnehmer des Salzwedeler Zigarettenhändlers festgenommen werden, als er 5 Kartons (50.000 Stück) Zigaretten umtauschen wollte. Er war mit deren Qualität nicht zufrieden. Statt seines Lieferanten erwarteten ihn allerdings die Zollfahnder am vereinbarten Treffpunkt. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Wohnhauses konnten weitere 45.000 Stück unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden.

Auch gegen den Abnehmer beschloss das Amtsgericht Salzwedel auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stendal die Anordnung der Untersuchungshaft.

Jörg Meier, stellv. Pressesprecher des Zollfahndungsamts Hannover:

"Durch den Kauf geschmuggelter, unversteuerter Zigaretten werden die Strukturen der Organisierten Kriminalität unterstützt und gefestigt. Daneben gehen die Konsumenten derartiger Zigaretten, die oftmals gefälscht sind und unter abenteuerlichen Umständen hergestellt werden, unkalkulierbare Gesundheitsrisiken ein."

Aus ermittlungstaktischen Gründen erfolgt die Presseinformation erst zum jetzigen Zeitpunkt.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Hannover
Pressestelle
Jörg Meier
Telefon: 0511 91116 - 32
Mobil: 0172 8893453
E-Mail: presse@zfah.bfinv.de
http://www.zoll.de

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