Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 020307 - 0282 Fechenheim: Außer Spesen....



        Frankfurt (ots) - Neun Funkwagenbesatzungen von Schutzpolizei und
Kripo mußten  vergangene Nacht zu einem Einsatz zusammengezogen
werden, weil eine  angetrunkene Frau der Wirtin eines Fechenheimer
Lokales eine wilde  Erpressungsgeschichte auftischte.

  Die 38jährige hatte am Donnerstag morgen gegen 02.10 Uhr die in der  
Straße Alt-Fechenheim gelegene Gaststätte betreten, eine Autonummer  
auf einen Bierdeckel geschrieben und gegenüber der Wirtin behauptet,
außen im Wagen würden ihre beiden Kinder von einem mit einem Messer
bewaffneten Anhalter bedroht, den sie aufgenommen habe. Der Mann  
verlange "Geld!". Unter dem Vorwand, sich bei einer ihr bekannten  
Wirtin Geld auszuleihen, habe er ihr das Verlassen des Fahrzeuges  
gestattet. Kurz danach verließ die Frau das Lokal wieder mit der
Bemerkung,  jetzt in die Biersteiner Straße fahren zu wollen.

  Die Zeugin verständigte sofort die Polizei. Wenig später wurde das  
"Tatfahrzeug" mit der aufgeschriebenen Kennzeichenkombination in der
Biersteiner Straße aufgefunden. Der Wagen, ein Opel Omega, war  
verlassen. Mehrere Beamte umstellten das Haus. Alles blieb ruhig.
Die  Polizeibeamten hatten sich bereits darauf vorbereitet, die
inzwischen  lokalisierte Wohnung des "Opfers" nötigenfalls zu
stürmen. Doch  bereits auf einfaches Klingeln öffnete ihnen wenig
später ein Mann  die Türe, bei dem es sich um den Gatten der
38jährigen handelte. Er  gab an, den ganzen Abend zusammen mit
seinen Kindern zu Hause  verbracht zu haben. Und seine Ehefrau, so
ergänzte er, schlafe  gerade. Tatsächlich lag die Frau, die kurz
zuvor noch in dem Lokal  eine wirre Bedrohungslage geschildert
hatte, jetzt schlafend in ihrem  Bett. Sie stand erheblich unter
Alkoholeinfluß. Anhaltspunkte dafür,  daß sich eine Straftat zum
Nachteil ihrer Kinder oder ihr selbst  ereignet hatte, fanden sich
bei den anschließenden Ermittlungen  nicht. Die Beamten weckten die
"Märchenerzählerin", veranlaßten eine  Blutprobe und leiteten gegen
sie ein Ermittlungsverfahren wegen  Vortäuschung einer Straftat,
Bedrohung, Trunkenheit im Straßenverkehr  und Fahren ohne
Fahrerlaubnis ein. Obwohl die Frau anläßlich der  Erstbefragung
zugab, "die Sache vorgetäuscht zu haben, konnte sie  wegen der
bewußtseinstrübenden Wirkung des genossenen Alkohols noch  nicht
förmlich vernommen werden. Sie wurde nach Abschluß der  
polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. (Manfred  
Feist/-8013).

  Bereitschaftsdienst:  Karlheinz Wagner, Telefon: 06107-3913, Handy:  
0177-23697787 (nach 17.00 Uhr).


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