Feuerwehr Lennestadt

FW-OE: Feuerwehr übt den Umgang mit Gefahrgut - Menschenrettung und Brandbekämpfung auf Firmengelände

Menschenrettung durch den Angriffstrupp

Lennestadt (ots) - Am Freitag, den 13.10.2017 fand auf dem Gelände der Firma REMONDIS Industrie Service in Maumke eine groß angelegte Übung der Feuerwehr Lennestadt des Löschzugs 1 statt. Um 18:15 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage aus, was die Alarmierung der Löschgruppe Maumke sowie eines Löschfahrzeuges der Löschgruppe Meggen veranlasste. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr ging bei der Kreisleitstelle Olpe ein Anruf des Betriebsleiters der Firma REMONDIS ein, welcher eine bestätigte Rauchentwicklung auf dem Gelände mitteilte. Dies wiederum hatte die Alarmierung von weiteren Kräften der Löschgruppe Meggen sowie eines Rettungswagens der SEG Rettungsdienst Kreis Olpe zur Folge. Bei der ersten Erkundung durch den Einsatzleiter wurden eine Rauchentwicklung sowie mehrere umgestürzte IBC - Behälter mit Gefahrstoffaustritt festgestellt. Vermutlich war es bei Umfüllarbeiten zu einer Verpuffung gekommen und dadurch zum Brandereignis. Aufgrund der Druckwelle stürzten einige Behälter um. Infolge dessen kam es noch zu einem Stromausfall auf dem Betriebsgelände. In dem betroffenen Bereich befanden sich mehrere Verletzte, dargestellt durch die Mitarbeiter der Firma REMONDIS. Eine Person (Übungspuppe) war unter einem umgestürzten IBC - Behälter eingeklemmt und eine weitere, unter Schock stehende Person befand sich zu Wartungsarbeiten auf dem Hallendach. Umgehend wurden weitere Einsatzkräfte der Löschgruppen aus Altenhundem, Halberbracht und Grevenbrück mit dem Gerätewagen - Gefahrgut nachgefordert. Die medizinische Versorgung der Verletzten übernahm das DRK Lennestadt gemeinsam mit der SEG Rettungsdienst Kreis Olpe. Der Einsatzleiter teilte die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte ein. So wurden unter anderem die Rettung der Person vom Hallendach mit der Drehleiter und die Sicherstellung der Wasserversorgung von der nahegelegenen Lenne durchgeführt. Das Objekt verfügt über drei Rohre, welche unter der Bahnlinie verlegt sind, damit im Einsatzfall unabhängig vom Bahnverkehr der zügige Aufbau einer ausreichenden Wasserversorgung möglich ist. Aufgrund des Gefahrstoffaustrittes konnte die Menschenrettung anfangs nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Nach Eintreffen des Gerätewagen - Gefahrgut konnten die Arbeiten unter Chemikalienschutzanzug (CSA) fortgesetzt werden und die Leckagen abgedichtet werden. Bei diesen CSA - Anzügen ist der Träger komplett von der Umwelt isoliert, sodass er unabhängig im Gefahrenbereich arbeiten kann. Die Atemluftversorgung wird über einen mitgeführten Pressluftatmer auf dem Rücken sichergestellt. Die hohen körperlichen und psychischen Belastungen ermöglichen eine maximale Einsatzzeit von 20 bis 25 Minuten im CSA. Hinzu kommt noch die Zeit für die Grobreinigung und das "auspacken" des Trägers. Seit Jahren bestehen gute Kontakte zur Firma, welche dazu genutzt werden, auch mal eher seltene Einsatzlagen wie den Umgang mit Gefahrstoffen zu üben. Während der Übung stand der Betriebsleiter der Firma REMONDIS, Christian Habel, selbst ausgebildeter Brandschutzhelfer, dem Einsatzleiter für Rückfragen zur Verfügung.

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