Polizeipräsidium Westpfalz

POL-PPWP: Friederike sorgt für zahlreiche Einsätze

Herunterfallende Dachziegeln schlugen in Schellweiler in einer Seitenscheibe eines vorbeifahrenden Busses ein. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Herunterfallende Dachziegeln schlugen in Schellweiler in einer Seitenscheibe eines vorbeifahrenden Busses ein. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Westpfalz (ots) - Sturmtief Friederike hat am Donnerstag in der Westpfalz Polizei, Feuerwehr und Straßenmeistereien ordentlich auf Trab gehalten. Der häufigste Alarmierungsgrund waren umgestürzte Bäume. Insgesamt kam die Westpfalz einigermaßen glimpflich davon. Größere Schäden blieben aus, und verletzt wurde niemand (Stand: 17 Uhr).

Die Meldungen zu den "Naturereignissen" und insbesondere zu Hindernissen und Gefahrenstellen auf den Straßen gingen ab den Morgenstunden beinah im Minutentakt ein. Von Dahn bis Meisenheim und von Kusel bis Kaiserslautern - fast überall sorgten Sturmböen dafür, dass Äste auf die Straßen fielen, Bäume abknickten oder mitsamt ihren Wurzeln umfielen. Wie viele es insgesamt waren, lässt sich kaum noch zusammenzählen, weil die Feuerwehren und Straßenmeistereien unentwegt im Einsatz waren, um Bäume zu zersägen, zur Seite zu räumen oder abzusichern.

Auf der B48 bei Fischbach (Kreis Kaiserslautern) sorgte ein umgestürzter Baum für einen kleinen Unfall. Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr den Baum. Der Fahrer blieb jedoch unverletzt, und am Auto entstand lediglich leichter Sachschaden.

Im Kaiserslauterer Stadtgebiet sorgte ein umgestürzter Baum für Aufregung in einem Schulbus. Einer der mitfahrenden Schüler sah, dass Verkehrsteilnehmer in der Bremerstraße versuchten, den Baum zur Seite zu ziehen und interpretierte die Situation offenbar falsch. Ganz aufgeregt verständigte er über Handy die Polizei. Er konnte jedoch schließlich beruhigt werden. Und vor Ort unterstützte schließlich die Feuerwehr bei der Beseitigung des Baums.

Einen ziemlichen Schrecken dürfte ein Autofahrer bekommen haben, der am Morgen über die L380 von Reiffelbach nach Gangloff (Kreis Bad Kreuznach) fuhr. Gegen 8 Uhr polterte plötzlich während der Fahrt mit lautem Krachen ein Ast auf die Windschutzscheibe des Pkw. Die Scheibe sprang, ging jedoch nicht komplett zu Bruch. Der 53-jährige Fahrer blieb unverletzt.

Neben den Bäumen machten Verkehrsteilnehmern vor allem herunterfallende Gegenstände zu schaffen. Im Kaiserslauterer Stadtgebiet wurden in der Richard-Wagner-Straße durch herabfallende Dachziegeln mehrere (geparkte) Fahrzeuge beschädigt. Der Sachschaden dürfte sich auf insgesamt mehrere tausend Euro belaufen. Und in der Bahnhofstraße wurde eine Mülltonne gegen ein geparktes Auto geschleudert. Der Schaden hier: mehrere hundert Euro.

Mit "fliegenden Dachziegeln" hatte auch der Fahrer eines Schulbusses in Schellweiler (Kreis Kusel) zu kämpfen. Genau in dem Moment, als er am Mittag mit dem besetzten Bus durch die Etschberger Straße fuhr, lösten sich durch den Sturm vom Dach eines Hauses mehrere Ziegeln. Sie schlugen neben der vorderen Einstiegstür ein und zerstörten eine Glasscheibe inklusive Oberlicht. Glassplitter flogen auch ins Innere Busses; da sich die Schulkinder aber im hinteren Bereich aufhielten, wurde niemand verletzt.

Weniger der Wind, sondern vielmehr der Regen hat auf den Autobahnen in der Westpfalz für Unfälle gesorgt. Die Autobahnpolizei Kaiserslautern registrierte fünf Verkehrsunfälle zwischen 7 und 10.30 Uhr, die - mehr oder weniger - auf die Witterungsverhältnisse, beziehungsweise daran nicht angepasste Fahrweise, zurückzuführen waren. Zweimal kam es zu Auffahrunfällen auf der A6 und der A62, weil die jeweiligen Fahrer offensichtlich die Gefahr durch das Spritzwasser unterschätzten und sich nicht an das gebotene "Fahren auf Sicht" hielten. Die Folge: Sie erkannten Verkehrssituationen vor ihnen zu spät und krachten ihrem Vordermann aufs Heck. Ein weiterer Fahrer kam bei starkem Regen von der Fahrbahn ab, einer fuhr zu schnell in die Ausfahrt der A62 bei Glan-Münchweiler und einer scherte nach dem Überholen auf der A6 zu früh wieder ein.

Glück im Unglück: In allen Fällen blieb es bei Blechschäden. Alles in allem werden die Sachschäden auf insgesamt 25.000 Euro geschätzt.

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