Landeskriminalamt Niedersachsen

LKA-NI: Vertragsunterzeichnung Sicherheitskooperation LKA-Präsident de Vries: "Im Kampf gegen Cybercrime noch mehr IT-Experten ausbilden"

LKA-Präsident Friedo de Vries bei der Unterzeichnung des Beitrittsvertrags.
LKA-Präsident Friedo de Vries bei der Unterzeichnung des Beitrittsvertrags.

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Hannover (ots) - Mit Rheinland-Pfalz hat die "Sicherheitskooperation Cybercrime" (SiKo) seit heute einen neuen Partner. Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen gehört seit 2014 dem Bündnis an, das 2011 gegründet wurde. "Es ist gut und wichtig, dass wir unseren Kreis vergrößern und noch enger zusammenrücken, um der zunehmenden Internetkriminalität die Stirn zu bieten. Denn Cyberattacken richten sich heute nicht mehr nur gegen große und umsatzstarke Unternehmen", so Niedersachsens LKA-Präsident Friedo de Vries bei der 7. SiKo-Jahrestagung in Düsseldorf. Zuletzt hatte ein Krypto-Trojaner auf einem Server der Auricher Kreisverwaltung vergangene Woche die Kfz-Zulassungsstelle für mehrere Stunden lahmgelegt. "In diesem Fall konnte der Schaden mit Hilfe unserer Zentralen Ansprechstelle Cybercrime im LKA zum Glück schnell behoben werden. Klar ist aber: Wir müssen auf allen Ebenen mit Angriffen unterschiedlicher Wucht rechnen", so de Vries.

Jährlich richten Cyberkriminelle bundesweit einen Schaden von rund 55 Milliarden Euro an. In Niedersachsen ist in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Cybercrime-Fälle um rund 30 Prozent gewachsen - Tendenz steigend. Allein 2017 wurden rund 33.500 derartige Taten erfasst. Dabei verschieben sich "normale" Delikte wie Betrug, Erpressung oder Raub zunehmend ins Internet. "Darauf haben wir bereits reagiert und zusätzliche IT-Experten eingestellt", so LKA-Präsident de Vries. "Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen und noch mehr Experten und Ermittler ausbilden, damit wir Cyberkriminellen erfolgreich das Handwerk legen können."

Neben den Landeskriminalämtern Niedersachsen und Rheinland-Pfalz gehören auch Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Hessen sowie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekomunikation und neue Medien (Bitkom), der rund 2.600 Unternehmen der digitalen Wirtschaft vertritt, zu dem Bündnis. Oberstes Ziel der Sicherheitskooperation ist eine Vernetzung und Bündelung der einzelnen Fachexperten mit dem entsprechenden Know-How für IT-Sicherheitsthemen und das Fördern des Netzwerkgedankens.

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