Polizeipressestelle Rhein-Erft-Kreis

POL-BM: Wohnungseinbrüche aufgeklärt Frechen

    Rhein-Erft-Kreis (ots) - Die mehrmonatige enge Zusammenarbeit von Ermittlern des hiesigen Kriminalkommissariats 41 und Beamten der beim Polizeipräsidium Nordhessen ansässigen "Arbeitsgruppe Montenegro" führte jetzt zur Aufklärung von zehn vollendeten und 71 versuchten Wohnungseinbrüchen, die in der Nacht zum 5.6.2004 in Frechen-Hücheln begangen worden waren (siehe auch PB vom 6.6.2004). Verantwortlich für die Taten sind zwei Kroaten (24,27), die am 3.9.2004 in Hessen festgenommen wurden und seit dieser Zeit in Untersuchungshaft sitzen.

    Auf die Spur der Tatverdächtigen stießen die hessischen Fahnder, nachdem im Juni dieses Jahres bei zahlreichen Südeuropäern, ansässig im Raum Gelnhausen und Offenbach, Diebesgut aus bundesweiten Wohnungseinbrüchen sichergestellt worden war. Durch polizeiinterne Publikationen wurden die hiesigen Ermittler auf die Arbeitsweise der hessischen Täter aufmerksam und fanden Parallelen zu der Frechener Einbruchserie vom 5.6.2004. Nach erfolgter Kontaktaufnahme mit den Ermittlern des Polizeipräsidiums Nordhessen, bestätigte sich schnell der Verdacht, dass es sich um ein und dieselbe Tätergruppe handelte. Wichtige Erkenntnisse, die die hiesigen Ermittler zwischenzeitlich gewonnen hatten, auf die aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch nicht näher eingegangen werden kann, führten letztlich auf die Spur der jetzt in U-Haft sitzenden Tatverdächtigen. Nach zeitintensiven Observationsmaßnahmen gelang der hessischen Polizei schließlich am 3.9.2004 die Festnahme beider Personen.

    Nach dem vorläufigen Ermittlungsergebnis ist insbesondere der 27- Jährige für bundesweit begangene 59 Wohnungseinbruchserien mit über 1 200 Einzeltaten verantwortlich. Dabei wurde ein Schaden von ca. 420 000 Euro verursacht. Die Tatorte erstreckten sich neben Hessen auf die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

    In der überwiegenden Anzahl der Fälle hatten die Täter als Einbruchstatorte nebeneinander liegende Wohnhäuser in Neubauvierteln und Reihenhaussiedlungen aufgesucht. Dort gingen sie von Haustür zu Haustür, um diese aufzuhebeln. Dies gelang durchschnittlich an jeder zehnten Haustür. Bei abgeschlossenen oder zusätzlich gesicherten Türen ließen sie von ihrem Vorhaben ab, um es am nächsten Hauseingang erneut zu versuchen. Somit blieb es in 90 Prozent der Fälle beim Einbruchversuch, wobei jedoch teilweise erheblicher Sachschaden entstand. Die Taten fanden zumeist in den frühen Morgenstunden statt. Erbeutet wurde dabei aus den Hausfluren und angrenzenden Wohnräumen zumeist Bargeld, EC-Karten, Handys und Kreditkarten, in Einzelfällen auch Laptops und Digitalkameras.

    Bei der Serie im Rhein-Erft-Kreis hatten die Täter das Neubaugebiet in Frechen-Hücheln angefahren. Der Schwerpunkt der Taten hatte seinerzeit in den Straßen Sanddornweg, Zedernweg, Waldmeisterweg, Fingerhutweg, Tymianweg, Oleanderweg und Maybachstraße gelegen.

    Dabei hatten sich die Einbrecher nicht von den anwesenden Haus- und Wohnungseigentümern abschrecken lassen. Die Polizei des Rhein-Erft-Kreises weist in diesem Zusammenhang nochmals und wiederholt darauf hin, dass auch nachts die Türen von bewohnten Häusern und Wohnungen abgeschlossen werden sollten. Lediglich "ins Schloss gezogene" Türen bieten, wie geschildert, keinen Einbruchschutz.

ots-Originaltext: Polizeipressestelle Bergheim

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