BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

Mehr Outplacementberatung im Mittelstand
Trend geht zu längerer Einzelberatung - Branche legte 2007 weiter zu

Outplacementberatung etabliert sich weiter als Hilfe bei der beruflichen Neuorientierung. Die Verwendung dieser Grafik ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/BDU Bundesverb. Dt. Unternehmensberater"

Bonn (ots) - Mittelständische Unternehmen schalten immer häufiger Outplacementberater ein, um Mitarbeiter in Trennungssituationen bei der Suche nach einer neuen Perspektive zu unterstützen. Der Bedarf an Einzelberatungen wächst, auch die Nachfrage nach unbefristeten Outplacementberatungen bleibt weiterhin hoch. Erheblichen Zuwachs verzeichnen zugleich zeitlich befristete Beratungen mit längeren Laufzeiten, wie aus der Studie "Outplacementberatung in Deutschland 2007/2008" hervorgeht, die der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) am Mittwoch in Bonn veröffentlichte.

Der Umsatzanteil mit Mittelständlern stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2002 von 42 auf 47 Prozent und lag damit nur noch knapp unter dem Umsatzanteil mit Großbetrieben, der von 54 auf 49 Prozent fiel. Ein Viertel der befristeten Beratungsprogramme dauerte neun, zwölf oder 24 Monate. Bei der letzten Marktstudie im Jahr 2004 lag ihr Anteil nur bei neun Prozent. Mehr als die Hälfte der befristeten Mandate lief über sechs Monate, ihre Zahl nahm im gleichen Zeitraum um 20 Prozent zu. Der Anteil der Drei-Monatsproramme ging von 54 Prozent auf 17 Prozent drastisch zurück. Befristete Einzelberatungen umfassten insgesamt 40 Prozent des Marktes. Höher war nach wie vor der Marktanteil der unbefristeten Mandate. Er stieg von 36 auf 46 Prozent. Der Umsatz legte zugleich um 3,4 Millionen auf 23 Millionen Euro zu, obgleich die absolute Zahl der unbefristeten Outplacementberatungen fiel.

Der Vorteil der unbefristeten Einzelberatung blieb auch 2007 offensichtlich. In 95 Prozent der Beratungsaufträge stand aufgrund der intensiven Betreuung am Ende der Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages oder der Start in die Selbstständigkeit. Dabei fanden knapp 60 Prozent der Kandidaten schon innerhalb von sechs Monaten eine neue Perspektive. Unbefristete Einzelberatungen unterscheiden sich von befristeten vor allem darin, dass sie in der Regel erst dann enden, wenn der Kandidat eine neue Position gefunden oder seine Vorbereitungen für die Gründung einer selbstständigen Existenz abgeschlossen hat. Zumeist steht der Berater auch nach Aufnahme einer neuen Tätigkeit zeitlich begrenzt als Coach zur Verfügung.

Die Erfolgsquote der befristeten Programme reicht an die Bilanz der unbefristeten nicht heran. Auf neun Monate begrenzte Programme waren in 75 Prozent der Fälle erfolgreich. Bei Sechs-Monatsprogrammen lag die Quote bei 60 Prozent, bei Drei-Monatsprogrammen nur bei 30 Prozent.

Insgesamt konnte die Outplacement-Branche 2007 ihren Umsatz deutlich steigern. Er erhöhte sich von 2006 auf 2007 um 7,5 Prozent auf 50 Millionen Euro, nach 47 Millionen im Vorjahr. Für das laufende Jahr prognostiziert der BDU ein Wachstum von gut fünf Prozent. Auch in den kommenden Jahren rechnet der BDU mit einem wachsenden Markt, besonders durch eine weiter zunehmende Nachfrage aus dem Mittelstand.

Der BDU-Fachverband Outplacementberatung wertete die Entwicklung positiv. "Offenbar setzt sich auch im deutschen Mittelstand zunehmend die Erkenntnis durch, dass Outplace-mentberatung ein wichtiges Element der Personalpolitik darstellt, wie das in europäischen Nachbarländern wie Frankreich oder den Niederlanden seit langem Praxis ist. Der Trend weg von kurzen Laufzeiten hin zu längeren Laufzeiten, und der hohe Bedarf an unbefristeten Bera-tungsaufträgen in der Einzelberatung macht zudem deutlich, dass die Unternehmen verstärkt besonders wertige Beratungsmaßnahmen mit hoher Erfolgsquote in Anspruch nehmen", erklärte der Vorsitzende des BDU-Fachverbandes Outplacementberatung Fred Steinberg anlasslich der Vorstellung der Studie.

Die Studie, die zuvor zum letzten Mal 2004 erstellt wurde, beruht auf einer schriftlichen Befragung von 20 spezialisierten Outplacementberatungen im Frühjahr 2008, an der vierzehn Marktteilnehmer aktiv teilnahmen. Die Studien-Teilnehmer repräsentieren rund 85 Prozent des Branchenumsatzes. Die meisten sind Mitglieder des BDU.

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