Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Hertie-Studie FrankfurtRheinMain: Wie tickt die Region?

Frankfurt/Main (ots) - Zwei Jahre nach Erscheinen der Hertie-Berlin-Studie liegt mit der Hertie-Studie FrankfurtRheinMain erstmals eine Bevölkerungsstudie vor, die eine ganze Region in den Blick nimmt. Unter der wissenschaftlichen Leitung der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann, Helmut Anheier und Andreas Klocke wurde die Bevölkerung der drittgrößten Metropolregion Deutschlands nach ihrer Lebenslage und ihrem Lebensgefühl, nach ihrer Zufriedenheit und ihrer Identifikation mit der Region befragt. TNS Infratest Sozialforschung hat die Daten der repräsentativen Bevölkerungsbefragung unter 3.000 Bewohnern Frankfurts und der Region erhoben und ausgewertet. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat die Studie auf Initiative des FrankfurtRheinMain - Verein zur Förderung der Standortentwick-lung e.V. und in Kooperation mit der Stadt Frankfurt herausgegeben.

Die wichtigsten Ergebnisse der Hertie-Studie FrankfurtRheinMain:

Die Region FrankfurtRheinMain ermöglicht es in ihrer Vielfalt von Lebensstilen und schroffen Gegensätzen ganz unterschiedlichen Menschen, Heimatgefühle zu entwickeln und sich zu identifizieren: Mehr als 70 Prozent fühlen sich als Rhein-Main-Bewohner, 80 Prozent sind mit ihren Lebensumständen zufrieden. Die Region wird als verkehrsbelastet und teuer kritisiert, zugleich aber als zentrale, aufstrebende und schöne Kulturregion gelobt. Besonders beliebt: die Vielfalt auf vergleichsweise überschaubarem Raum. Trotz der Heterogenität erleben die Menschen FrankfurtRheinMain daher als zusammenhängende Einheit.

An der Spitze der Probleme, die die Bewohner in ihrer Region ausmachen, stehen die steigenden Preise. Sie sind für 57 Prozent ein großes oder sehr großes Problem, gefolgt von hoher Verkehrsbelastung (55 Prozent). Umweltverschmutzung, Kriminalität und Gewalt sowie zuneh-mende Armut rangieren mit rund 50 Prozent auf den nächsten Plätzen. Der Anteil derjenigen, die Ausgrenzung und Intoleranz und die hohe Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund als sehr großes oder großes Problem betrachten, liegt hingegen deutlich niedriger bei 28 Prozent.

85 Prozent der Frankfurter sind stolz auf ihre Stadt, die sie in allererster Linie als international und weltoffen, aber auch als aufstrebend und hektisch empfinden. Die entscheidenden Fakto-ren für das Wohlbefinden der Frankfurter sind Gemütlichkeit und Lebensfreude. Je länger die Menschen in der Region leben, desto lieber bleiben sie.

Rund 90 Prozent der Einwohner Frankfurts und der Rhein-Main-Region leben gern oder sehr gern hier - in Berlin ist diese Quote identisch. Dennoch würden nur 70 Prozent der Berliner ihre Stadt als Wohnort weiterempfehlen - rund zehn Prozent weniger als in FrankfurtRhein-Main. Woran liegt das? Die Berliner wissen um die schwierige ökonomische Lage ihrer Stadt. Entsprechend ziehen nur 42 Prozent der Neuankömmlinge wegen eines Arbeitsplatzes nach Berlin, in FrankfurtRheinMain sind es 66 Prozent. Immerhin geben 30 Prozent der Neu-Frankfurter an, wegen des "Lebens in Frankfurt" in die Mainmetropole gekommen zu sein - in Berlin, der "Event- und Partymetropole", sind dies nur 21 Prozent. Frankfurt hat also deutlich mehr zu bieten als Arbeitsplätze.

Alles Wichtige rund um die FrankfurtRheinMain Studie finden Sie unter www.hertie-studie-frm.de .

Die Hertie-Studie erscheint am 24.9.2010 im Societäts-Verlag zum Preis von 14,80 EUR.

Pressekontakt:

Hertie-Stiftung, Dörte Florack, Tel. 069/660 756-167,
FlorackD@ghst.de

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