DIE ZEIT

"Anschläge in den USA haben mein Bewusstsein verändert"
Rudi Völler im Interview mit der ZEIT

Hamburg (ots) - Der Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft, Rudi Völler, erwartet nach den Terrorattacken in den USA Veränderungen im privaten wie im beruflichen Bereich. In der neuen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT sagt er: "Jetzt wissen wir: Krieg beschränkt sich nicht auf militärische Auseinandersetzungen, wie wir sie bisher kannten. Wir alle können Opfer werden. Das hat auch mein Bewusstsein verändert." Er habe seit den Anschlägen auch Angst, sei sich aber sicher, dass er sie überwinden kann. Angesichts der Bilder aus New York relativiere sich auch eine Niederlage wie das 1:5 gegen England "dramatisch" sagt Völler. Allerdings werde die Bedeutung des Fußballs wiederkommen: "Es wird wieder über Fußballkatastrophen und Fußballeuphorie gesprochen und geschrieben werden. Das ist auch gut so." Er persönlich hätte sich in dieser Situation vielleicht gerne länger zurückgezogen, das sei aber in seiner Funktion unmöglich. Er ist nicht häufiger als sonst in die Kirche gegangen: "Ich glaube aber an Gott und bete hin und wieder für mich alleine. Das tue ich genauso wie vorher", sagt Völler. Durchaus vorstellen könne er sich aber, irgendwann einmal für geraume Zeit auszusteigen: "Natürlich weiß ich, dass eine Phase des totalen Abschaltens irgendwann einmal kommen kann. Vielleicht nach der WM im nächsten Jahr. Da könnte es schön sein, dass ich einfach mal abtauche", erklärt der Teamchef. Das komplette ZEIT-Interview (DIE ZEIT Nr. 40, EVT 27.09.2001) zu dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. ots Originaltext: DIE ZEIT Im Internet recherchierbar: http://presseportal.de Für Rückfragen melden Sie sich bitte bei Elke Bunse oder Verena Schröder ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 040/ 3280-217, -303, Fax 040/ 3280-558, e-mail: bunse@zeit.de, schroeder@zeit.de) Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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