DIE ZEIT

Jutta Vogt, Vorsitzende der SPD in Baden-Württemberg: "Meine politische Arbeit hat mich gelehrt, was ich fürs Leben brauche"

    Hamburg (ots) - Für Ute Vogt, Vorsitzende der SPD in
Baden-Württemberg und Herausforderin von Ministerpräsident Erwin
Teufel bei den Landtagswahlen im Frühjahr 2001, war die Schule lange
Zeit nur Qual. In der jüngsten Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT
erzählt die 36-jährige Juristin in der Serie "Meine Lehrjahre" von
ihren verschrobenen Lehrern - von pedantischen und fiesen Pädagogen.
Die neunte Klasse musste Ute Vogt wegen Mathe und Latein wiederholen.
Wegen schlechter Noten habe es zu Hause aber nie Ärger gegeben:
"Meine Eltern erzogen mich mit großer Gelassenheit. In meiner Familie
habe ich von früh auf gelernt, zu diskutieren und zu hinterfragen."
Aber erst nach dem Wechsel auf das Wirtschaftsgymnasium machte ihr
Schule wieder Spaß. "VWL und BWL interessierten mich, und es gab dort
nur einen einzigen Lehrer, den ich nicht gut fand."
    
    Nach dem Abitur wollte Ute Vogt erst Kriminalbeamtin werden, doch
standen in Baden-Württemberg 1985 in diesem Beruf die Chancen für
Frauen noch schlecht. Vogt studierte Jura in Heidelberg und kümmerte
sich in den Semesterferien um ihre herzkranke Oma. Das Studium gefiel
ihr nicht besonders. "Nicht des Faches wegen, sondern wegen der
vielen Wichtigtuer. Ich kam aus der alternativen Jugend, mit Moped
und Lederjacke. Jeans, Turnschuhe und fertig. Die anderen sahen aus
wie frisch aus dem Benetton-Laden, im Collegelook mit Aktenkoffer.
Sie waren geschniegelt und haben vornehm getan. Ich dagegen sprach
kurpfälzischen Dialekt und war abgestempelt 'als die vom Land'." In
Hochschulgremien engagierte sie sich deshalb nicht. Stattdessen war
Jutta Vogt Juso-Sprecherin im Rhein-Neckar-Kreis und mit 24 jüngste
Stadträtin in Wiesloch.
    
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 41/2000 mit
Erstverkaufstag am Donnerstag, 05. Oktober 2000 ist unter
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