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Reithofer sieht BMW ab 2010 wieder im Aufwind

Hamburg (ots) - Der Autobauer BMW wird seine gegenwärtige Gewinnschwäche nach Einschätzung von Konzernchef Norbert Reithofer spätestens im Jahr 2010 überwunden haben. Der ZEIT sagt Reithofer: "Der US-Markt dürfte noch eine Weile schwach sein. Aber vom Jahr 2010 an wird die BMW Group wieder sehr gut dastehen." BMW lag mit einer Umsatzrendite von vier Prozent im ersten Halbjahr 2008 deutlich hinter den Konkurrenten Mercedes und Audi. Nach Angaben von Reithofer kommt BMW aber beim angekündigten Abbau von 8100 Stellen voran: "5000 sind Zeitarbeiter, also nicht bei uns selbst angestellt. 4000 von diesen sind schon nicht mehr bei uns tätig, die meisten sind bei Betrieben anderswo in Bayern wieder untergekommen." Reithofer erklärte, BMW sei "aus Schwächephasen immer gestärkt herausgekommen".

Reithofer hält BMW auch ökologisch für gut gerüstet. Man teste nun Elektro-Minis und arbeite an einem kleinen "Megacity-Auto". Im nächsten Jahr werde man ein Hybridauto anbieten und "2015 wird ein ganz neu aussehendes Fahrzeug mit zwei Antriebssystemen angeboten werden. Einmal mit einem sehr effizienten Verbrennungsmotor ... und zum Zweiten als reines Elektrofahrzeug".

Reithofer zeigt sich unzufrieden mit der Auto-Politik der Bundesregierung. Besonders warnt er davor, die steuerliche Regelung von Dienstwagen in Deutschland gravierend zu verschlechtern. "Dann brauchten wir vielleicht nicht mehr so viele Fabriken in Deutschland", droht er indirekt. Und beim Klimaschutz habe man BMW vergangenes Jahr die französischen und italienischen Kleinwagenhersteller vorgehalten. "Und selbst Bundesminister sagten, fahrt mal den sauberen japanischen Hybrid. Verrückt", sagt Reithofer.

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