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EM-Rasen muss in sattem Grün mit Blaustich leuchten

Hamburg (ots) - Der perfekte Fußball-Rasen darf nicht natogrün, nicht gelbgrün, nicht giftgrün aussehen, sondern ausschließlich sattgrün mit einem Schuss ins Blaue. Das sagt der Rasenzüchter Thomas Büchner, der zur EM die Stadien in Klagenfurt und Basel mit seinem Rollrasen ausgestattet hat, der ZEIT. Büchner gilt als einer der wenigen Rasenzüchter in Europa, die für internationale Turniere gebucht werden.

Bis sein Rasen EM-reif gewesen sei, habe Büchner ihn rund achtzigmal gemäht. "Er mag das", sagt der Experte der ZEIT. Würde er oben immer wieder geschnitten, strenge er sich untenrum umso mehr an. Nach einem Jahr liebevollen Sorgens und Zuwendens wird aus dem Rasenflüsterer Büchner ein eiskalter Geschäftsmann: "Rasen ist Gebrauchsgut, ein Baustoff." Das Grün werde maschinell vom Acker geschält, auf monströse Rollen gewickelt, auf Lastzüge gepackt und in den Stadien ausgerollt, ein paar Monate bespielt und dann auf den Kompost geworfen. "Früher habe ich geheult, wenn der Rasen nach einem halben Jahr weggeschmissen wurde", sagt Büchner.

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