DIE ZEIT

Pisa-Koordinator kritisiert Gymnasien

Hamburg (ots) - Der Pisa-Koordinator Manfred Prenzel kritisiert die Qualität des deutschen Gymnasiums. "Zu viele Gymnasien bleiben unter ihren Möglichkeiten", sagt Prenzel der ZEIT. Zwar hätten viele Schulen ein hohes Leistungsniveau. Der Unterricht sei jedoch häufig zu stark auf den Lehrer zugeschnitten. Andere Unterrichtsformen wie etwa das selbstständige Lernen kämen wenig zum Einsatz. Auch das Schulmanagement und die Zusammenarbeit der Lehrer seien verbesserungswürdig. Zu wenige Gymnasien würden sich zudem der Tatsache stellen, dass sich ihre Schülerschaft stark verändert habe. "Manchen Lehrkräften fällt es noch schwer, sich von der Idee der 'Ausleseschule' zu verabschieden", sagt Prenzel.

Auch die Förderung der Spitzentalente sei im Gymnasium nicht optimal. Prenzel: "Bei der Zahl der Schüler, die das höchste Kompetenzniveau erreichen, sind uns Länder wie Japan, Finnland oder Kanada deutlich voraus."

Manfred Prenzel ist Leiter des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel. Er gehört zudem der Jury des Deutschen Schulpreises an.

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Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 19 vom 30. April 2008
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