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Helmut Schmidt nennt sich "mitschuldig" am Tod Schleyers

Hamburg (ots) - Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) fühlt sich mitschuldig am Tod des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, der am 5. September 1977 von Terroristen der RAF entführt und sechs Wochen später von ihnen ermordet wurde. "Ich bin verstrickt in Schuld - Schuld gegenüber Schleyer und gegenüber Frau Schleyer", sagte Schmidt in einem Gespräch mit der ZEIT zum Deutschen Herbst 1977. Die Regierung unter Helmut Schmidt hatte damals der Forderung der Entführer Schleyers nicht nachgegeben, elf Häftlinge der RAF freizulassen. Schmidt sagte, in der Zeit, in denen die Polizei nach Schleyer gesucht habe, sei ihm immer klar gewesen: "Wenn es nicht gelingt, bist du selbst mitschuldig." Gleichwohl verteidigte der Altbundeskanzler und heutige Mitherausgeber der ZEIT die Entscheidung, den Erpressern der RAF nicht nachzugeben. Er sei nach der Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz im Februar 1975 entschlossen gewesen, nie wieder Terroristen im Austausch gegen Geiseln freizulassen. Pressekontakt: Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 36 vom 30. August 2007 senden wir Ihnen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de) Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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