Deutsche Film- und Medienbewertung

Die dunkle Fee Angelina Jolie brilliert in MALEFICENT/Prädikat "besonders wertvoll" auch für DAS MAGISCHE HAUS, ONE CHANCE und ANGELIQUE

Wiesbaden (ots) - Wiesbaden, 20. Mai. Nicht nur die Sonne strahlt vom Himmel. Auch im Kino warten in den kommenden zwei Wochen spannende, berührende und mitreißende Geschichten darauf, die Gesichter großer und kleiner Kinofans zum Leuchten zu bringen. Sie alle wurden von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) in ihrem Genre als "besonders wertvoll" ausgezeichnet.

Vor vier Jahren brachte der belgische Regisseur Ben Stassen den Animationsfilm SAMMYS ABENTEUER in die Kinos. Der Film wurde ein großer Erfolg und ließ selbst große Produktionen aus Hollywood hinter sich. Ähnlich bezaubernd in seiner Fülle an Einfällen ist nun auch DAS MAGISCHE HAUS (Start: 22 Mai), in dem sich der kleine Kater Thunder in das Haus eines Zauberers verirrt, dort Freunde findet und sein neues Zuhause gegen Eindringlinge verteidigen muss. Viele gekonnte 3D-Effekte, eine Menge Spannung und Spaß sowie sympathische Helden zeichnen diesen Film aus. Die FBW-Jury bringt in ihrer Begründung die besondere Qualität des Films auf den Punkt: "Der Film zeigt, dass nach wie vor eine liebevoll und kindgerecht erzählte Geschichte der entscheidende Faktor ist, wenn es darum geht, die Gunst der jungen Zuschauer zu erobern." Hierfür vergab sie das höchste Prädikat "besonders wertvoll".

Es braucht nur diese eine Chance im Leben, den einen Moment, den man nutzen muss - dann hat man es geschafft! Davon kann der Opernsänger Paul Potts im wahrsten Sinn des Wortes ein Lied singen. Seine Geschichte ist es, die das sympathische Biopic ONE CHANCE (Start: 22. Mai) erzählt. In der Hauptrolle brilliert James Corden. Er verkörpert Paul Potts, den Handy-Verkäufer aus Wales, dessen Auftritt in einer britischen Talentshow sein Leben veränderte. Das von ihm vorgetragene "Nessun Dorma" ging um die Welt und der Film fängt die Geschichte Paul Potts auf liebenswerte Weise ein. "Ein berührender, unterhaltsamer Film, der den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute mit seinem Protagonisten mitfiebern lässt!" So lobte die fünfköpfige Expertenrunde den Film, dem sie das Prädikat "besonders wertvoll" verlieh.

Jeder kennt die dunkle Fee aus Dornröschen. Nun hat Disney sich vorgenommen, die Reputation der angeblich so bösen Märchenfrau wiederherzustellen und erzählt in MALEFICENT - DIE DUNKLE FEE (Start: 29. Mai) die Geschichte aus ihrer Perspektive. Herausgekommen ist eine gelungene Mischung aus spannender Fantasy und der anrührenden Geschichte einer verratenen Frau, die erst durch eine kleine Prinzessin die Liebe wieder kennenlernt. Nicht nur die "digitale Technik der Spitzenklasse" beeindruckte die Jury der FBW. Auch das originelle Drehbuch und die darstellerische Leistung von Angelina Jolie begeisterten. Für das Fantasy-Märchen vergab sie das Prädikat "besonders wertvoll" und schreibt in ihrem Gutachten, dass diese Neu-Interpretation eines bekannten Märchens die Zuschauer "überwältigt".

Auch die Geschichte der ANGÉLIQUE (Start: 29. Mai) wurde schon einmal erzählt. Bereits in den 1960er Jahren wurden die Romane von Anne Golon rund um die Abenteuer der eigenwilligen und stolzen Angélique erfolgreich verfilmt. Regisseur Ariel Zeitoun hat sich nun erneut der Vorlage angenommen und die ersten vier Romane auf die Leinwand übertragen. Als perfekter und klug austarierter Genre-Mix wird "der Kampf um Wahrheit, Ehre und Liebe nicht nur für Mantel-und-Degen-Fans zu einem spannenden Abenteuer". Die Jury lobte den Film als gleichzeitig "werkgetreu und zeitgemäß", dabei überzeugten insbesondere die exzellenten Darsteller und das perfekt gewählte Setting. Hierfür verlieh sie ihm das höchste Prädikat "besonders wertvoll". Alle Gutachten zu den ausgezeichneten Filmempfehlungen sind unter www.fbw-filmbewertung.com nachzulesen.

Prädikatsfilme vom 22. bis 29. Mai 2014

Das magische Haus

Animationsfilm, Kinderfilm. Belgien 2013. Startdatum: 22.05.2014

Ganz allein sitzt der kleine Kater auf der Straße. Seine Besitzer haben ihn ausgesetzt, und jetzt weiß er nicht, wo er hingehen soll. Auf einmal sieht er vor sich ein großes Haus. Hier müsste er doch ein Plätzchen zum Schlafen finden. Und tatsächlich nimmt ihn der leicht verschrobene und sehr liebenswürdige Hausherr Lawrence gerne bei sich auf und nennt ihn von nun an "Thunder". Lawrence ist ein alter Zauberer und hat um sich herum viele liebenswerte Wesen versammelt, die er teilweise selbst geschaffen hat. Alle freuen sich über Thunder als neues Familienmitglied. Fast alle. Denn der Hase Jack und die Maus Maggie mögen den Neuankömmling gar nicht und tun alles, um Thunder wieder loszuwerden. DAS MAGISCHE HAUS ist das neue belgische Animationsabenteuer von den Machern von SAMMYS ABENTEUER. Und erneut gelingt Regisseur Ben Stassen eine zauberhafte Geschichte, die schon kleine Zuschauer begeistern wird. Der Held ist natürlich Thunder, der sich von einem schüchternen Kätzchen in einen mutigen Stubentiger verwandelt, und der lernt, sich im Leben durchzusetzen und sich schützend vor seine neu gewonnene Familie zu stellen. Diese Familie ist ein bis ins kleinste Detail liebevolles Sammelsurium an Fantasiefiguren, die jede für sich genommen einzigartig erscheint. Die Animationstechnik ist ausgefeilt, die erschaffene 3D-Welt lädt ein, die einzelnen Zaubereien fast hautnah zu erleben. Am Ende kann der kauzige und grundgute Zauberer Lawrence noch einmal beweisen, dass er mit seinen Tricks immer noch Kinderaugen zum Staunen bringen kann. Aber natürlich nur mit Hilfe von Thunder, Maggie und Jack. Denn zusammen geht nun einmal alles besser. Ein zauberhafter Märchenfilm.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/das_magische_haus

One Chance - Einmal im Leben

Spielfilm, Tragikomödie. Großbritannien, USA 2013 Filmstart: 22.05.2014

Viele kennen den Auftritt von Paul Potts in der Show "Britain's Got Talent" aus dem Jahr 2007. Seine Interpretation des "Nessun Dorma" wurde über Nacht zum Hit, bis zum Einsatz in einer bekannten deutschen Werbekampagne. Doch wer ist Paul Potts? Woher kommt der unscheinbar wirkende Mann, der mit seiner Stimme Millionen Menschen verzauberte? Diese Antworten gibt David Frankels Film, indem er das Leben des Tenors bis hin zum Auftritt nachzeichnet. Als Handyverkäufer schlägt sich Paul in Wales mehr schlecht als recht durchs Leben. Er lebt noch bei seinen Eltern, hat wenig Freunde und träumt davon, als Opernsänger Karriere zu machen. Als er zu einem Vorsingen nach Venedig eingeladen wird, glaubt er sich am Ziel. Doch es werden dem hoffnungsvollen Paul noch viele Steine in den Weg gelegt, bevor die eine Chance daherkommt. Dass das Leben immer noch die besten Geschichten schreibt, beweist sich in dieser wahrhaft tragischen Komödie in jeder Minute. Denn obwohl Paul wahrhaftig viel Pech hat, so warten doch an jeder Ecke kleine Momente der Glückseligkeit. Berührend komisch und mit einer entwaffnenden Unschuld verkörpert James Corden die Figur des Paul Potts, der dem Zuschauer mehr und mehr ans Herz wächst. Ihm zur Seite steht ein wunderbar harmonierendes Ensemble, allen voran Alexandra Roach als Pauls Frau, Mackenzie Crook als bester Freund, sowie Colm Meaney und Julie Walters als Eltern. David Frankel gelingt eine glaubwürdige Umsetzung, mit einem pfiffigen Drehbuch, einem authentischen Setting und einer Figurenzeichnung, die in ihrer genauen Milieuzeichnung an die britischen Arbeiterkomödie der 1990er Jahre erinnern. Und obwohl man weiß, wie die Geschichte endet, so ist man doch voller Rührung und Bewunderung für den Handyverkäufer aus Wales, der am Ende auf einer Bühne steht und die Menschen durch die Kraft seiner Stimme begeistert. Ein gut gelauntes Feel-Good-Movie über den großen Traum eines Mannes, der unbeirrt seinen Weg geht.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/one_chance_einmal_im_leben

Maleficent - Die dunkle Fee

Spielfilm, Fantasy. USA 2014 Filmstart: 29.05.2014

Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin, die am Tag ihrer Geburt von einer bösen Fee mit einem Fluch belegt wurde. Vor ihrem 16. Geburtstag werde sie sich an einer Spindel stechen und in einen hundertjährigen Schlaf fallen. So beginnt es, das Märchen vom "Dornröschen". Doch was, wenn alles ganz anders war? Jedes Märchen dreht sich um den ewigen Kampf Gut gegen Böse. Der neue Film aus dem Hause Disney geht ein außergewöhnliches Wagnis ein: Er erzählt einen Märchenklassiker neu, aus der Perspektive der vermeintlich bösen dunklen Fee Maleficent. Als diese eine junge Fee war, verliebte sie sich in den Menschenjungen Stefan, der sie jedoch verriet, um König zu werden. Verbittert zog sich Maleficent in das Land der Moore zurück und schwor kaltblütig Rache. Als Stefan und seiner Frau die kleine Aurora geboren wird, scheint der Moment der Vergeltung gekommen. Doch mit einem hat Maleficent nicht gerechnet: dass dieses kleine Wesen ihr Herz berührt. Mit epochaler Wucht und einem perfekten Mix aus Realfilm und digitaler Animation inszeniert Robert Stromberg die Neufassung eines traditionellen Volksmärchens. Dabei lässt sich der Film Zeit, den Zuschauer in die Welt der Menschen und Elfen einzuführen, in der anfangs noch Licht und Farben dominieren und die nach und nach in ein Reich der Düsternis und Rätsel verwandelt wird. Herrscherin dieser Welt ist Maleficent, die Angelina Jolie mit eindrücklicher Ambivalenz verkörpert. Ihre Erscheinung als emanzipierte Heldin ist imposant und furchteinflößend zugleich, ihr Gesicht eine kühle Maske aus Eis und Stein. Ihr aber dabei zuzusehen, wie ihr Zynismus und ihre abgebrühte Haltung der Liebe eines Kindes nicht lange Stand halten können, ist für den Zuschauer unterhaltsam und tief berührend. An Details mangelt es dem digitalen Spektakel nicht, auf der Leinwand entsteht eine faszinierend lebendige Welt voller fantastischer Wesen und Ereignisse. MALEFICENT ist die gelungene und überwältigende Neuinterpretation eines Klassikers, die das Neue einfügt und sich vor dem Alten verbeugt. Und die zeigt, dass Gut und Böse keine unumstößlichen Fixpunkte sind. Auch im Märchen nicht.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/maleficent_die_dunkle_fee

Angélique

Spielfilm, Liebesdrama, Abenteuerfilm. Frankreich, Österreich 2013. Filmstart: 29.05.2014

Frankreich, 1656. Die junge Angélique wird gegen ihren Willen mit dem reichen Grafen Joffrey de Peyrac verheiratet. Zunächst verweigert sie sich konsequent den Avancen ihres Ehemanns, aber nach und nach kann der ältere Mann ihre Freundschaft, Respekt und letzten Endes auch ihre Liebe gewinnen. Doch während Angélique ihr privates Glück findet, werden am Hofe des Sonnenkönigs Louis XIV von Neidern Intrigen gegen den erfolgreichen Grafen de Peyrac geschmiedet. Als dieser verhaftet und vor Gericht gestellt wird, unternimmt Angélique alles, um ihren geliebten Mann zu befreien und seine Unschuld zu beweisen. Bereits in den 1960er Jahren wurden die Romane von Anne Golon rund um die Abenteuer der eigenwilligen und stolzen Angélique erfolgreich verfilmt. Regisseur Ariel Zeitoun hat sich nun erneut der Vorlage angenommen und die ersten vier Romane auf die Leinwand übertragen. Immer noch strahlt die Heldin, glaubhaft verkörpert von Nora Arnezeder, eine faszinierende Willenskraft und Stärke aus, die den gesamten Film trägt. An ihrer Seite bzw. gegen sie kämpfen dabei Männer, die zwischen Bewunderung und Hass für diese sehr unabhängige - und damit sehr moderne - Frau schwanken. Wie in einem klassischen Mantel- und Degenabenteuer kommt so neben der Liebe auch das Abenteuer nicht zu kurz. Fechtduelle, Kämpfe, Verfolgungsjagden und Ränkespiele am Hof wechseln sich in schnellem Rhythmus ab und werden nach den Regeln des Genres perfekt in Szene gesetzt, auch dank eines exzellenten Settings und der authentischen Kostüme. Immer spannender und fesselnder zeichnet der Film Angéliques Kampf um ihren Mann, bis hin zu einem finalen entschlossenen Blick in die Kamera, der gleichzeitig ein Versprechen auf eine Fortsetzung ist. Die romantischen Abenteuer einer starken unabhängigen Frau, die für Wahrheit, Ehre und die Liebe ihres Lebens kämpft - nicht nur für Mantel- und Degenfans ist diese mitreißende Neuverfilmung ein Hochgenuss! http://www.fbw-filmbewertung.com/film/angelique

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