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Thomas Gottschalk im großen PLAYBOY-Interview: "Ich habe abgeräumt, was abzuräumen war!" TV-Star schließt späteres "liften lassen" nicht aus

    München (ots) - Thomas Gottschalk hat nach eigener Einschätzung in seiner Karriere alle Ziele erreicht. Im    PLAYBOY sagt Deutschlands erfolgreichster TV-Star auf die Frage nach seinen weiteren Plänen: "Beruflich habe ich überhaupt keine Vision mehr, weil ich abgeräumt habe, was abzuräumen war". Allerdings denkt der Wetten, dass - Moderator noch längst nicht an seinen Abschied vom Bildschirm: "Solange ich noch zaubere, ist alles okay."

    Im großen Interview, das der PLAYBOY in seiner Oktober-Ausgabe (ab Freitag, 21. September, am Kiosk) veröffentlicht, gibt sich Thomas Gottschalk ganz offen: Der Sonnyboy des deutschen Fernsehens wird eifersüchtig, wenn seine Frau mit Sean Connery Händchen hält. Er singt lieber die amerikanische  Nationalhymne als die deutsche und verteidigt Helmut Kohl trotz Spendenskandal. Gottschalk bewundert den Fleiß von Günther Jauch und hat selbst immer noch  ein bisschen Angst, irgendwann zu verarmen.

    Schlechte Noten gibt's von Gottschalk für den Nachwuchs im deutschen Fernsehen: "Es erstaunt mich immer wieder, wenn ich sehe, wie sich vor allem in Talkshows oder im Frühstücksfernsehen Menschen um Kopf und Kragen moderieren, die früher mit dieser sprachlichen Begabung nicht mal Klassensprecher geworden wären". Auch Kollege Stefan Raab  kommt bei Gottschalk nicht besonders gut weg: "Neuerdings wird  Lachen oft darüber erzeugt, dass andere zum Deppen gemacht werden".

    Lob von Gottschalk erhalten dagegen Harald Schmidt ("...hat die Bühne als Solist im Griff") und Günther Jauch ("...ist viel fleißiger und präziser als ich"). Allerdings glaubt der Entertainer  nicht daran, dass es Kollege Jauch noch zur "Informationsgröße" als Moderator der "Tagesthemen"  bringen wird: "Aus der Nummer hat er sich rausmoderiert. Wer im Fernsehen Millionäre macht und dabei selbst einer wird, hat sich unabänderlich um die Chance gebracht."

    Seinem zunehmenden Alter begegnet der inzwischen 51-Jährige eher gelassen. Zwar gesteht er zu, dass er im Hinblick auf die TV-relevante Zielgruppe "den Jordan überschritten" habe, das Gefühl "rasend schnell zu vergreisen" hat sich bei ihm jedoch noch nicht eingestellt. Ohnehin will Thomas Gottschalk nicht ausschließen, das er sich später einmal liften läßt: "Noch bin ich relativ glatt, aber entstünde bei mir der Eindruck, ich sähe älter aus, als ich mich fühle, hätte ich damit kein Problem".

    Hinweis: Veröffentlichung - auch auszugsweise - bei Nennung von PLAYBOY, Oktober-Ausgabe,  honorarfrei. Zitate aus dem Interview auf Anfrage.

ots Originaltext: PLAYBOY Deutschland
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