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BARMER-Verwaltungsrat fordert Qualitätsoffensive

Wuppertal (ots) - Versicherte und Arbeitgeber haben im vergangenen Jahr 255 Mrd. DM an Krankenversicherungsbeiträgen aufgebracht. Damit könnten aber im Gesundheitswesen deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden, stellt der Sachverständigenrat in seinem jüngsten Gutachten fest und verweist auf erhebliche Qualitätsdefizite in der medizinischen Versorgung. So fehle es an einer konsequenten Ausrichtung am Bedarf chronisch Kranker. Der BARMER-Verwaltungsrat: "Diese Patientinnen und Patienten haben heute Angst, nicht die Leistungen zu bekommen, die sie brauchen." "Qualität und Effizienz in der medizinischen Versorgung sind der Schlüssel für eine zukunftsfähige Ausgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung im Interesse der Patienten. Deshalb setzt sich die BARMER mit Nachdruck für eine schnelle Einführung von so genannten Disease-Management-Programmen (DMP) ein", so das einhellige Votum der BARMER-Selbstverwaltung auf ihrer heutigen Sitzung in Wuppertal. DMP bedeuten die Optimierung der medizinischen Versorgung durch individuell zugeschnittene Behandlungsabläufe. Voraussetzung dafür ist eine intensivere Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten sowie den beteiligten Kliniken. Genau hier setzen die DMP an: Wissenschaftlich fundierte Leitlinien geben Ärztinnen und Ärzten und Patienten Behandlungsabläufe an die Hand, sind Hilfestellung, die stetig wachsenden Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie durch den medizinischen Fortschritt in der Praxis sinnvoll nutzbar zu machen. Dabei steht die Qualität im Mittelpunkt des Handelns. Neben einer Prüfung der Programme durch unabhängige Gutachter und einer wissenschaftlichen Begleitung ist es richtig, dass letztlich der einzelne Patient selbst entscheidet, ob er an dem Programm teilnimmt. Dies stärkt die Patientenautonomie und ist ein Schritt zu einem Wettbewerb um die beste Versorgung. Die Erfahrungen zur integrierten Versorgung haben allerdings gezeigt, dass eine Reform des Risikostrukturausgleiches zur Realisierung von DMP zwingend erforderlich ist. Kassen sollten jedoch nur dann erhöhte Gutschriften aus dem Finanzausgleich erhalten, wenn sie solch integrierte Behandlungsprogramme anbieten, die eine hohe Qualität nachweisen und die auf Akzeptanz bei ihren Versicherten stoßen. Versorgungsprogramme, bei denen rein kostensparende Aspekte im Vordergrund stehen, lehnt der BARMER-Verwaltungsrat ab. In erster Linie geht es um mehr Qualität einer humanen, medizinischen Versorgung. Um Erfahrungen zu sammeln, ist es wichtig, DMP schnell bei ausgewählten Krankheiten zu starten. Für andere Krankheiten stehen deshalb zukünftig aber nicht weniger Mittel zur Verfügung. ots Originaltext: Barmer Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Susanne Rüsberg-Uhrig, Telefon (0202) 5 68 14 21 Original-Content von: BARMER GEK, übermittelt durch news aktuell

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