Immer mehr ADHS-Fälle - BARMER GEK Arztreport 2013 hat die Zahlen

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Wuppertal (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Kinder sind wild, laut, ungeduldig und testen die Grenzen der Erwachsenen aus. Manchmal sind sie darüber hinaus auch noch wütend und aggressiv, unkonzentriert, provozieren und stören zum Beispiel den Unterricht. Geht man deswegen mit ihnen zum Arzt, lautet die Diagnose immer häufiger "ADHS", also Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung. Wie viele Kinder und Jugendliche das inzwischen in Deutschland betrifft und wie sie behandelt werden, weiß der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK Dr. Rolf-Ulrich Schlenker.

O-Ton 1 (Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, 0:34 Min.): "Das Thema ADHS hat ja Konjunktur, und wir haben jetzt ganz aktuelle Zahlen im BARMER GEK Arztreport erhoben. Und diese Zahlen sind durchaus beeindruckend. Der Trend geht also eindeutig nach oben. In den Jahren 2006 bis 2011 betrug der Anstieg sage und schreibe 50 Prozent. Und das sind in Deutschland dann immerhin 750.000 Menschen, die eine Diagnose ADHS bekommen, also eine Dreiviertelmillion Menschen. Das ist viel!"

Sprecherin: Deshalb fragt man sich bei der BARMER GEK auch gerade, wie dieser drastische Anstieg zu erklären ist - und vor allem...

O-Ton 2 (Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, 0:24 Min.): "...ob da immer tatsächlich eine saubere Diagnosestellung zugrunde liegt, weil: Wenn die Kinder unruhig sind oder die Jungs besonders wild sind, dann wird doch sehr schnell gesagt: ADHS. Hier kann es sein, dass hier einfach eine Überdiagnostik stattfindet, anstatt dass man einfach mal zuerst fragt, haben wir da jetzt nicht eine ganz normale Entwicklung in diesem pubertären oder vorpubertären Alter."

Sprecherin: Denn was besonders auffällt: Jungs sind deutlich mehr davon betroffen als Mädchen. Jeder fünfte Zehn- und Elfjährige wird hier inzwischen als ADHS-Fall eingestuft - und bekommt dann in der Regel Pillen verschrieben, die die ADHS-Symptome lindern.

O-Ton 3 (Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, 0:35 Min.): "Bekannt ist ja Ritalin. Und wir bedauern das eigentlich, weil Medikamente haben eben immer Nebenwirkungen und auch durchaus so etwas wie ein Suchtpotenzial. Und es gibt eigentlich Alternativen. Zunächst muss man einfach mal gucken, ob hier tatsächlich eine Erkrankung vorliegt oder nicht ganz einfach eine ganz normale Entwicklung, die man tolerieren sollte. Als Alternativen bieten sich dann von der medizinischen Seite Ergotherapie an - oder auch in schlimmeren Fällen dann Verhaltenstherapie."

Sprecherin: Wichtig ist für Dr. Rolf-Ulrich Schlenker aber noch ein ganz anderer Punkt:

O-Ton 4 (Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, 0:16 Min.): "Man muss auch mit Eltern und Lehrern sprechen. Und dort gibt's schon ganz spezielle Programme und Beratungen, Elterntraining - und das ist nach unserer Auffassung eigentlich vorrangig. Der Griff zur Tablette sollte immer das letzte Mittel sein."

Abmoderationsvorschlag:

Ein Beitrag von Jessica Martin. Wenn Sie alles noch einmal in Ruhe nachlesen wollen: Den (am 28.02.2013) frisch vorgestellten BARMER GEK Arztreport 2013 und sein Schwerpunktthema "ADHS" können Sie sich auch im Internet unter www.barmer-gek.de/presse herunterladen.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

BARMER GEK Pressestelle
Athanasios Drougias (Ltg.), Tel. 0800 33 20 60 99 14 21
Dr. Kai Behrens, Tel. 0800 33 20 60 44 3020

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