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BARMER plädiert für ambulante Balneo-Photo-Therapie
Ministerium hat negativen Beschluss des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen nicht beanstandet

Wuppertal (ots) - Schädlich für die Patienten und kostentreibend für die Krankenkassen - dieser Bewertung des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen und der Mehrheit der niedergelassenen Hautärzte zur Streichung der ambulanten Balneo-Photo-Therapie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen schließt sich die BARMER an. "Das Bundesgesundheitsministerium hätte die Streichung aussetzen müssen, bis eine abschließende Bewertung der Therapie möglich ist. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass noch eine weitere Erprobungsregelung läuft", so Dr. Eckart Fiedler, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen war aus formal-wissenschaftlichen Gründen - und nicht etwa wegen belegter Unwirksamkeit der Therapieform - zu dem Ergebnis gekommen, dass der Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Methode bisher nicht ausreichend nachgewiesen ist. Das Bundegesundheitsministerium hätte diese Entscheidung bis vorgestern beanstanden können. Hierfür hatte sich auch Fiedler in einem persönlichen Schreiben an Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer eingesetzt. Leider folgte das Ministerium dem Anliegen der Behandler und vieler chronisch Hautkranker nicht, so dass die Streichung nunmehr bindend für alle Krankenkassen ist. Die Balneo-Photo-Therapie ist seit Jahren anerkannt und wird bei stationären Behandlungen angewandt. In einer Erprobungsregelung - dem so genannten "Kieler Modell" - war von 1994 bis 1999 geprüft worden, wie sich stationäre Behandlungen durch ambulante ersetzen lassen. Die ambulante Variante hat besonders für die Patienten - allein bei der BARMER rund 5.500 - viele Vorteile. Sie können bei einem Hautarzt vor Ort behandelt werden, wodurch bei akuten Krankheitsschüben schnell reagiert werden kann. Die Methode kommt fast völlig ohne Nebenwirkungen aus, viele Patienten sind das erste Mal seit Jahren frei von Beschwerden, zumal sie keine cortisonhaltigen Medikamente benötigen. Sie müssen zudem im Gegensatz zu einer stationären Behandlung keine Ausfallzeiten am Arbeitsplatz in Kauf nehmen. ots Originaltext: BARMER Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen an BARMER-Presseabteilung, Telefon (0202) 5 68 14 21. Der Brief von Dr. Fiedler an Frau Fischer kann Ihnen per Fax zur Kenntnis übermittelt werden. Original-Content von: BARMER GEK, übermittelt durch news aktuell

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