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Flugabwehr für den Einsatz bekommt neue Heimat bei der Luftwaffe

Köln (ots) - Militärische Operationen im Ausland gehören mittlerweile auch zum alltäglichen Auftrag der Bundeswehr. Die Errichtung von dauerhaften Feldlagern, Landeplätzen und anderen Einsatzliegenschaften stellt eine zwingende Konsequenz dar, um eine Durchhaltefähigkeit zu gewährleisten. Aufgrund der Lage von befestigten Feldlagern oder der PRT`s (Provincial Reconstruction Team), sowohl im städtischen Bereich als auch im freien Gelände, sind diese Einrichtungen den unterschiedlichsten Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt. Das Gefährdungspotential erstreckt sich in einer Bandbreite von Mörsergranaten über Boden-Boden-Raketen bis hin zum Artilleriebeschuss. Die Einsatzkräfte müssen gegen dieses breite Spektrum von Bedrohungen geschützt werden. Dies stellt eine hohe Herausforderung an ein Luftverteidigungssystem wie das neue Flugabwehrwaffensystem MANTIS (Modular Automatic and Network capable Targeting and Interception System). MANTIS wurde seit dem Jahr 2008 entwickelt und soll in naher Zukunft in Dienst gestellt werden. Geplant ist die Beschaffung von zwei Systemen. Eines der Systeme soll zum Schutz des Feldlagers Kunduz in Afghanistan eingesetzt werden.

Die Luftwaffe wird die Kompetenz für das Waffensystem MANTIS von der Heeresflugabwehrtruppe übernehmen. Auf dem 4. International Army Air Defence Symposium erläuterte vor kurzem der Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Norbert Finster, warum die gesamte Flugabwehr in Zukunft bei der Luftwaffe konzentriert sein wird: "Es ist nicht wichtig, ob ein Soldat in einer blauen oder grauen Uniform das System bedient. Entscheidend ist die Kompetenz, die es zu erhalten und auszubauen gilt."

Mit dem Waffensystem MANTIS, einem sogenannten Nächstbereichs-Schutzsystem (NBS), gelingt der Luftwaffe der Einstieg in eine neue Generation von Schutzsystemen gegen Raketen- und Mörserangriffe. Auf der Basis der weiter entwickelten "Skyshield"-Technologie wird es künftig möglich sein, Bedrohungen bei kürzester Vorwarnzeit zu entdecken, sensorisch zu verfolgen und mit Einsatz der Waffenwirkung von MANTIS rechtzeitig zu zerstören. Mit Hilfe der Sensordaten kann der voraussichtliche Zielpunkt des feindlichen Beschusses sowie der Standort der Angreifer bestimmt werden. Mit diesen gesammelten und blitzschnell ausgewerteten Informationen besteht die Möglichkeit, Feldlagerbesatzungen gezielt zu warnen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das System MANTIS ist für den Dienstbetrieb rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche, ausgelegt.

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