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Vergütungsstudie "IT-Funktionen 2015/2016" der COMPUTERWOCHE: Fachkräftemangel lässt IT-Löhne kräftig steigen

München (ots) - Lohn-Plus 2015 beträgt durchschnittlich 6,2 Prozent / Security-Experten ohne Personalverantwortung profitieren am meisten von der Gehaltsentwicklung / Gehaltsvorsprung bei Konzernen gegenüber kleinen Unternehmen vergrößert sich deutlich / Arbeitgeber in Frankfurt am Main und München zahlen rund 20 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt / Banken bieten in den meisten IT-Berufsgruppen die höchsten Gehälter

Der akute Fachkräftemangel in der IT führt zu deutlich höheren Löhnen. Dies geht aus der exklusiven Vergütungsstudie "IT-Funktionen 2015/2016" hervor, die das IT-Fachmagazin COMPUTERWOCHE (Ausgabe 45-46/2015, www.computerwoche.de) in Zusammenarbeit mit der Hamburger Vergütungsberatung Compensation Partner veröffentlicht hat. Demnach sind die Gehälter nach zuletzt moderaten Erhöhungen von 1,0 Prozent (2013) beziehungsweise 2,8 Prozent (2014) in diesem Jahr um durchschnittlich 6,2 Prozent gewachsen.

Eindeutiger Sieger dieser Gehaltsentwicklung ist der Security-Experte ohne Personalverantwortung, dessen Lohn von 63.000 Euro im Vorjahr auf jetzt 70.600 Euro gestiegen ist. "Hacker-Angriffe, neue digitale Bezahlmodelle und eine boomende Internet-Wirtschaft erfordern immer mehr Schutz", begründet Tim Böger, Geschäftsführer Compensation Partner und Projektleiter der Studie, dieses Ergebnis. Damit landen die Security-Experten fast in den Gehaltsregionen der Projektleiter, die zwar auf ein Plus verzichten müssen, mit durchschnittlich 72.440 Euro aber nach wie vor die Spitzenverdiener unter den IT-Fachkräften ohne Personalverantwortung sind. Den dritten Rang belegen in dieser Kategorie mit 69.850 Euro Berater mit SAP-Know-how, sonstige Consultants streichen 65.040 Euro ein. Die Schlusslichter bilden Mitarbeiter im Anwender-Support (42.260 Euro) und Web-Designer (35.810 Euro).

Wie die IT-Vergütungsstudie weiter zeigt, macht sich Berufserfahrung direkt im Geldbeutel bemerkbar. Spezialisten mit drei bis sechs Jahren Berufspraxis kommen auf 47.100 Euro jährlich, mit einer Berufserfahrung von sieben bis zehn Jahren liegen die Gehälter im Schnitt bei 53.280 Euro. Wer mehr als zehn Jahre im Geschäft ist, hat im Mittel 60.540 Euro auf dem Lohnzettel.

Die Unternehmensgröße beeinflusst das Gehalt in immer größerem Ausmaß. In einem kleinen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern nimmt der Computerfachmann rund 47.400 Euro im Jahr nach Hause. Bei einem Mittelständler mit bis zu 1.000 Beschäftigten kann er 7.000 Euro mehr und bei einem Konzern sogar 22.000 Euro mehr erwarten. Im vergangenen Jahr machte der Unterschied zwischen kleinem Unternehmen und Konzern lediglich 10.000 Euro aus.

Große Gehaltsunterschiede lassen sich zwischen den Regionen feststellen. Während Arbeitgeber in Metropolen wie Frankfurt am Main und München rund 20 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt zahlen, müssen sich IT-Mitarbeiter in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein mit zehn bis 15 Prozent unter dem Durchschnitt bescheiden. Das Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern liegt fast 30 Prozent unter dem durchschnittlichen Gehaltsniveau.

Deutlich sind die Gehaltsunterschiede zwischen den Branchen. IT-Projektleiter können mit den höchsten Vergütungen in Banken rechnen (106.850 Euro). Auch Versicherungen, Chemiekonzerne sowie Auto- und Telekommunikationsindustrie bezahlen ihre IT-Projektleiter mit rund 80.000 bis 82.000 Euro im Jahr überdurchschnittlich gut. Weniger günstig sieht es für deren Kollegen in Medienhäusern (61.200 Euro) und in der Werbebranche (51.120 Euro) aus. Ein vergleichbares Bild zeigt sich auch für andere IT-Berufe wie Entwickler, Administratoren und Berater.

Über die Vergütungsstudie "IT-Funktionen 2015/2016": An der Studie beteiligten sich in diesem Jahr 34 Unternehmen aus der IT-Wirtschaft, die insgesamt 759 Datensätze lieferten. Weitere 14.738 Datensätze stammen aus Direktbefragungen von Fach- und Führungskräften. Insgesamt sind so 15.497 Datensätze in die Studie eingeflossen. Die Erhebung fand von Mai bis August 2015 statt.

Die IT-Vergütungsstudie ist zum Preis von 599 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Versandkostenpauschale unter http://tinyurl.com/CW-Verguetungsstudie im Marktstudien-Shop der COMPUTERWOCHE sowie bei Compensation Partner (www.compensation-partner.de) erhältlich. Sie richtet sich an Geschäftsführer, Personalleiter und Personalverantwortliche aus der IT-Wirtschaft sowie an Personal- und Unternehmensberater.

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Hans Königes, Redaktion COMPUTERWOCHE,
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