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Kids finden den Euro gar nicht cool...

    Stuttgart/Berlin (ots) - Studie des Egmont Ehapa Verlages zeigt
geringes Interesse der Acht- bis Zwölfjährigen an der neuen Währung:
Nur jeder Dritte hat eine klare Vorstellung vom EURO, 55 Prozent
möchten die DM behalten. Aber: 46 Prozent wünschen sich mehr
Informationen.
    
    Gebaut wird das Haus Europa für die junge Generation. Aber gerade
die weiß wenig, wenn es konkret wird mit der europäischen
Integration. Beispiel: EURO. Eine Studie des Berliner
Kinderzeitschriften-Verlages Egmont Ehapa zeigt, daß nur ein Drittel
der 400 befragten Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren eine klare
Vorstellung vom EURO hat. Jedes Dritte kann nicht viel mit der neuen
Währung anfangen. Dabei ist den Jüngeren der EURO naturgemäß
unbekannter als den Älteren: Nur etwa jeder Zweite (56 Prozent) der
8- bis 10-Jährigen gibt an, den EURO sicher zu kennen. Entsprechend
wenig überraschen die Detail-Ergebnisse, die sich auf die qualitative
Einstellung zum EURO beziehen. Nur jedes zweite Kind erteilt dem EURO
die Schulnote "sehr gut" oder "gut". Etwa die Hälfte der Jungen und
Mädchen baut darauf, "dass schon alles richtig gemacht wurde mit dem
EURO". Jedes vierte Kind gibt zu, "Ich blick das mit dem Euro gar
nicht". Und 55% wollen sogar die gewohnte DM behalten.
    
    In einem Vorher-Nachher-Test registrierte die EHAPA-Studie jedoch
auch wachsende Zustimmung, wenn Kinder zusätzliche Informationen zum
Thema bekommen. Ohne solche Hinweise plädierten gerade 17 Prozent für
den EURO, nach kurzen Erklärungen verdoppelte sich die Zahl der
Befürworter auf 38 Prozent. Eine mediengestützte altersgerechte
Aufklärung erhöht folglich den Informationsstand und damit den Grad
der Zustimmung. Besonders Mädchen und zehn- bis zwölfjährige Kids
(46%) begrüßen Tipps zum EURO.
    
    Beeinflusst wird derzeit jedoch das negative Meinungsklima bei den
Kids durch die ablehnenden EURO-Bewertungen im Elternhaus. Der Apfel
fällt nicht weit vom Stamm: In den Familien stößt der EURO bei 58
Prozent auf Unkenntnis, geringe oder sogar starke Ablehnung. Nicht
einmal die Hälfte der Erwachsenen (42 Prozent) ist vom EURO
überzeugt. Zwanzig Prozent der Eltern wissen nichts über das neue
Gemeinschaftsgeld. Weitere 20 Prozent haben "ziemliche Bedenken" Und
18 Prozent finden sie nach Aussage ihrer Kinder sogar "total blöde".
    
    Die Studie wurde durchgeführt vom Marktforschungs-Institut
    eye research, Filderstadt.
  
    
ots Originaltext: Egmont Ehapa Verlag
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