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WDR: Schutzzölle der USA empören Thyssen-Krupp Steel / Vorstandsvorsitzender Ulrich Middelmann äußert sich im WDR Fernsehen

Köln (ots) - Der Vorstandsvorsitzende der Thyssen-Krupp Steel AG, Ulrich Middelmann, ist enttäuscht über die Entscheidung des US-Präsidenten, Schutzzölle für Stahlimporte einzuführen. Gegenüber dem WDR-Fernsehen sagte Middelmann: "Die USA sehen sich als liberale Handelsnation, verstoßen aber selber gegen das liberale Handelsverständnis." Mit der Maßnahme will die Regierung Bush die amerikanische Stahlindustrie vor preiswerten Importen aus Asien und Europa schützen. Die USA wollen Schutzzölle in Höhe von 30 Prozent für verschiedene Stahlprodukte erheben. Thyssen-Krupp Steel liefert jährlich 350.000 Tonnen Stahl im Wert von 200 Millionen Euro in die USA. "Durch den Zoll ist das Umsatzvolumen in Gefahr", sagte Middelmann. Über Gefahren für die 51.000 Arbeitsplätze wollte der Stahlmanager zum jetzigen Zeitpunkt nicht spekulieren. Allerdings habe die Entscheidung von Präsident Bush weitreichende Konsequenzen. Middelmann befürchtet, dass vor allem asiatische Stahlproduzenten, die nicht mehr in die USA liefern können, jetzt den europäischen Markt mit Stahlprodukten überschwemmen. Middelmann: "Wenn dem so ist, müssen wir über Einsparungen nachdenken." Middelmann hofft noch auf Einsicht von George W. Bush. "Der Präsident will innerhalb der nächsten drei Monate nochmals über die Schutzzölle nachdenken." Middelmann appellierte an die USA, Europa von den protektionistischen Maßnahmen auszunehmen. Middelmann: "Gerade Europa hat die Exporte in die USA in den letzten Jahren nicht erhöht. ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen: Elke Kleine-Vehn WDR-Pressestelle Funkhaus Düsseldorf Tel. 02 11/89 00-5 06 Fax 02 11/89 00-3 09 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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