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+++ Neue Fassung: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) korrigert +++ ARD-DeutschlandTrend Mai 2015: Jeder zweite Deutsche schreibt der GDL die Verantwortung für den erneuten Streik zu

Köln (ots) - Aus der Sicht von 50 Prozent der Deutschen ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verantwortlich dafür, dass in den Tarif-Auseinandersetzungen zwischen der GDL und der Deutschen Bahn nun erneut gestreikt wird. Die Deutsche Bahn sehen 27 Prozent als Hauptverantwortliche für den Streik. 14 Prozent sehen die Schuld bei beiden Tarifpartnern gleichermaßen. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben.

Der erneute Streik der Lokführer findet bei einer knappen Mehrheit der Bevölkerung kein Verständnis. Die Gewerkschaft der Lokführer fordert unter anderem eine Gehaltssteigerung von 5 Prozent und möchte künftig auch für andere Berufsgruppen bei der Bahn verhandeln dürfen. 52 Prozent der Befragten sagen, dass sie für einen Streik der Lokführer kein Verständnis haben (+1 Prozentpunkt im Verhältnis zur Befragung im November 2014). 46 Prozent haben dagegen Verständnis für den Streik (+/-0).

Hälfte lehnt Gesetz zur Tarifeinheit ab

Die Pläne der Bundesregierung, eine gesetzliche Regelung zur Herstellung der Tarifeinheit zu treffen, sieht die Hälfte der Bürger kritisch. Dem Gesetzentwurf zufolge soll, wenn sich mehrere Gewerkschaften in einem Betrieb nicht über die Vertretungshoheit einigen können, nur die größte Gewerkschaft den Tarifvertrag verhandeln und zum Streik aufrufen dürfen. 51 Prozent sind der Meinung, dass weiterhin auch kleinere Gewerkschaften Tarifverträge abschließen und streiken dürfen sollen (+3 Punkte im Vergleich zur Befragung Anfang März). 43 Prozent begrüßen eine solche Regelung (-2).

Hinweis: Verwendung nur mit Quellenangabe "ARD / Infratest dimap"

Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 
Jahren
- Fallzahl: 1.006 Befragte, Verantwortung für Streiks: ca. 500 
Befragte
- Erhebungszeitraum: 4.5.2015 bis 5.5.2015 
- Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
- Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
- Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
    500 Befragte: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte
                  * bei einem Anteilswert von 5%;
                  ** bei einem Anteilswert von 50% 

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Uwe-Jens Lindner
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