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MONITOR: Erhebliche Sicherheitsmängel bei der Bahn

    Köln (ots) - Nach einer Untersuchung des Deutschen Städtetages
gibt es bei der Bahn nach wie vor erhebliche Sicherheitsmängel, die
im Ernstfall zu einer Katastrophe führen können. Dies berichtet das
ARD-Magazin MONITOR in seiner morgigen Sendung (26.07.2001, 21.05 Uhr
im Ersten).
    
    MONITOR liegt eine bislang unveröffentlichte Umfrage des Deutschen
Städtetages unter Berufsfeuerwehren vor. Nach dieser Untersuchung ist
in 18 deutschen Städten, darunter Nürnberg, Hannover, Mannheim und
Düsseldorf, im Bereich der Gleisanlagen die Versorgung mit
Löschwasser nicht sichergestellt. 23 Städte bemängeln das Fehlen von
Plänen und Karten, die die Feuerwehr für Notfälle besonders in dicht
besiedelten Gebieten dringend benötigt.
    
    Schwere Vorwürfe erhebt Dr. Beate Hoffmann, Mitglied im "Beirat
für Katastrophenschutz, Brandschutz und Rettungswesen" des Deutschen
Städtetags in der MONITOR-Sendung: "Die Bahn entwickelt sich
zunehmend zu einem Risikofaktor für die deutschen Städte." Nach der
ICE-Katastrophe von Eschede im Juni 1998  hatte die Bahn eine
umfassende Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen zugesagt. Doch
geschehen ist bislang wenig, so Dr. Hoffmann: "Die Mehrzahl der
Kommunen klagen über eklatante Sicherheitsmängel in punkto
vorbeugender Gefahrenschutz auf Seiten der Deutschen Bahn AG."
    
    Besonders gravierend, so die Untersuchung des Deutschen
Städtetages, ist die Situation in Braunschweig. Hans-Joachim
Gressmann, Leiter der Berufsfeuerwehr Braunschweig, die für einen
Abschnitt der ICE-Strecke Hannover-Berlin zuständig ist, gegenüber
MONITOR: " Wir haben für diese Strecke bei der Bahn Informationen
angefordert, Kartenmaterial, Einsatzhinweise. Das ist bis heute nicht
geliefert wurden. Wenn es in diesem Bahnbereich zu einem Unfall
kommt, haben die Feuerwehren erhebliche Schwierigkeiten, die
Unfallstelle überhaupt zu erreichen."
    
ots Originaltext: WDR
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