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Brüssel/ Europa Forum: Korrespondenten : Europa-Themen nicht besonders gefragt - Berichte müssen persönlicher werden

Brüssel (ots) - Im Mittelpunkt des Europa Forums im Europäischen Parlament in Brüssel steht am heutigen zweiten Tag das Bild Europas in den Medien. In einer Diskussionsrunde haben Brüsseler Korrespondenten ihre Erfahrungen mit der Berichterstattung vor dem Hintergrund einer aktuellen Studie des Europäischen Medieninstituts diskutiert. Dabei ging es vorwiegend um die Kritik, Europa habe es noch schwerer als andere Themen, einen seiner Bedeutung entsprechenden Platz in den Hauptsendezeiten der Rundfunkanstalten zu finden. Der Leiter der Programmgruppe Ausland und stellvertretende Chefredakteur Fernsehen im Westdeutschen Rundfunk, Albrecht Reinhardt, sprach sich dafür aus, neben der politischen Berichterstattung verstärkt auch andere europäische Themen aufzugreifen. Die Brüssel-Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung", Cornelia Bolesch, kritisierte, es gebe eine regelrechte "Politikabstinenz" in der Bevölkerung. Sie schlug vor, Themen weniger abstrakt zu gestalten, um mehr Interesse zu wecken. Bolesch: "Journalisten müssen versuchen, die Bevölkerung mit mehr persönlichen Reportagen zu erreichen". Die Diskussion um BSE beispielsweise sei für jeden interessant. Für Michael Stabenow, Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" liegt die Verantwortung aber nicht nur bei den Journalisten. Er betonte, die Journalisten könnten nicht die Arbeit der Politiker leisten, deren Aufgabe es sei, den Bürgern Europa nahe zu bringen. ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen: WDR-Pressestelle Maksut Kleemann mob. 0172-2531050 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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