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Brüssel-Europa Forum: WDR-Intendant Fritz Pleitgen fordert offene Auseinandersetzung über die zukünftige Gestaltung Europas

Köln (ots) - Bundesaußenminister Fischer: "Die Osterweiterung wird faktisch auf eine Neugründung der Europäischen Union hinauslaufen." Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Fritz Pleitgen, sagte beim Europa Forum im Europäischen Parlament in Brüssel: " Es muss eine offene Auseinandersetzung über die zukünftige Gestaltung Europas geführt werden". Schließlich werde die geplante Erweiterung und Vertiefung der Europäischen Union nicht nur in Deutschland von vielen Bürgern kritisch gesehen." Zudem betonte der Intendant des WDR, zur Erreichung der gemeinsamen Ziele bedürfe es einer partiellen Neudefinition wichtiger Bereiche der europäischen Politik. Nach Ansicht von Bundesaußenminister Joschka Fischer wird die Osterweiterung faktisch auf eine Neugründung der Europäischen Union hinauslaufen. Joschka Fischer erklärte: "Die EU steht vor großen Reformanstrengungen und muss sich in ihren Institutionen erweiterungsfähig machen." Dabei gehe es um die künftige Anzahl der Kommissare, die Zusammensetzung der Kommission, die Stimmgewichtung sowie die Frage der Mehrheitsentscheidung. Zudem müssten alle Reformanstrengungen unternommen werden, das europäische Projekt, und damit das politische Europa zu schaffen - auf der Grundlage der Fortexistenz der Nationalstaaten. Nur so könne eine Blockade des europäischen Entwicklungsprozesses verhindert werden, sagte Joschka Fischer. Auf der zweitägigen Konferenz, die von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland gemeinsam mit dem Westdeutschen Rundfunk veranstaltet wird, soll - vier Wochen vor dem Reformgipfel der Europäischen Union in Nizza - eine öffentliche Diskussion über die Ziele und Perspektiven der europäischen Einigung geführt werden. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die geplante Osterweiterung der EU. Ein weiteres Thema ist eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Die zweitägige Veranstaltung, an der sich europäische Parlamentarier sowie Repräsentanten zahlreicher europäischer Staaten beteiligen, befasst sich außerdem mit dem "Medienpolitischen Forum" mit Fragen der europäischen Kommunikations- und Medienpolitik unter dem Titel "One world - wer rettet die kulturelle Vielfalt Europas?" Als Höhepunkt der Veranstaltung wird erstmals der "Civiseurope" sowie der "civismedienpreis" für Hörfunk und Fernsehen in Deutschland verliehen und die Preisträger des civis Jugendprojektes in Brüssel ausgezeichnet. ots Originaltext: WDR Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen : WDR Pressestelle Westdeutscher Rundfunk Maksut Kleemann 0172 25 31 050 Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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