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Luc Jochimsen: Gauck wählen, um Merkel zu schwächen, ist ein zu hoher Preis

Düsseldorf (ots) - Die Kandidatin der Linken für das Amt des Bundespräsidenten, Luc Jochimsen, würde auch in einem möglichen dritten Wahlgang weder Gauck noch Wulff wählen. "Um Frau Merkel zu schwächen, ist der Preis, Herrn Gauck zu wählen, ein zu hoher Preis, der nicht hinnehmbar" ist, so Luc Jochimsen heute in der WDR-Sendung eins zu eins (Montag bis Mittwoch und Freitag, 9.20 - 9.45 Uhr).

Auf die Frage, ob sie für den dritten Wahlgang ihre Kandidatur zurückziehen würde, sagte sie: "Wir werden uns beraten, ich bin ja nicht beratungsresistent, aber ich werde weder dem einen noch dem anderen meine Stimme geben".

Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Linken, übte zudem deutliche Kritik an Joachim Gauck: "Ein Bundespräsident Gauck ist für mich eine negative Figur." Dies begründete sie unter anderem mit seinem Verhalten als Leiter der Gauck-Behörde. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff sei ihrer Meinung nach kein geeigneter Kandidat.

Luc Jochimsen plädierte für eine Direktwahl des Bundespräsidenten: "Wir bräuchten mehr direkte Demokratie. Dieses gesamte parteipolitische Geschacher würde man sich nicht wagen, wenn man wirklich das gesamte Volk um Zustimmung bittet."

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Sonja Steinborn, WDR-Pressestelle, Funkhaus Düsseldorf
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