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Zwei WDR-Dokumentarfilme bei DOK Leipzig und Biberacher Filmfestspielen ausgezeichnet

    Köln (ots) - Die WDR-SWR-Koproduktion "Die Eroberung der inneren Freiheit" von Aleksandra Kumorek und Silvia Kaiser ist beim 52. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) mit dem Preis der Jugendjury der Filmschule Leipzig e.V. ausgezeichnet worden. In der Jurybegründung heißt es: "Die JVA - Berlin Tegel ist das einzige Gefängnis in Deutschland, das versucht, durch sokratische Gespräche die Insassen auf den richtigen Weg zu führen. Der Film zeigt uns, dass wir die Menschen nicht in gut und böse, nicht in schwarz und weiß einteilen dürfen. Es ist möglich, dass jeder vom Weg Abgekommene wieder zurück finden kann.  Uns überzeugte nicht nur der Inhalt, sondern auch die einzigartige Perspektive auf die Protagonisten, die nahe an der Realität dieser Menschen ist. Anregende Gesprächsrunden gaben einen Einblick in den Alltag und die Gedankenwelt dieser Menschen. Es wurden Klischees widerlegt. Jene Klischees, die es beim Gedanken an Gefängnis und Straftäter gibt." (Redaktion im WDR: Jutta Krug) Der Film kommt Anfang nächsten Jahres in die Kinos.

    Bei den Biberacher Filmfestspielen wurde die WDR-Produktion "Seelenvögel" (Redaktion: Jutta Krug) als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Regisseur Thomas Riedelsheimer begleitete drei Kinder, die Leukämie haben und sich mit dem Tod, aber auch sehr intensiv mit dem Leben auseinandersetzen. "Trotz der beständigen Präsenz des Todes ist dies ein Film über die Schönheit des Augenblicks und die Kraft der Hoffnung: ein Plädoyer fürs Leben", schrieb die Dokumentarfilmjury, deren Vorsitzende Sigrid Klausmann war. "In diesem Film wird von der größten Bedrohung erzählt, die einer Familie widerfahren kann: dem Verlust eines Kindes. (...) Er nimmt Teil an intimen familiären Momenten, ohne dabei je zum Voyeur zu werden. Hier gelingt dem Regisseur die schwierig zu bewahrende Balance zwischen Nähe und Distanz. Der Film berührt, wird aber nie zum Rührstück. Mit Würde und Respekt hat sich Thomas Riedelsheimer den Familien genähert und dabei eine große Vertrautheit mit ihnen entwickelt. Ihm gelingen unvergessliche Bilder voller Kraft und Poesie, denen sich der Zuschauer nicht entziehen kann," so die Jury weiter. Der Film kommt in dieser Woche in die Kinos.

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