Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe

Kfz-Gewerbe: 3,2 Millionen Neuzulassungen in 2016

Bonn/Mannheim (ots) - Der Automobilmarkt in Deutschland wird sich auch im kommenden Jahr positiv entwickeln. So rechnet der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) für das Jahr 2016 mit insgesamt 3,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen. Das sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski heute bei einem Pressegespräch in Mannheim. Der Schwerpunkt dürfte sich seiner Ansicht nach jedoch weiter auf den gewerblichen Bereich verlagern. Entsprechend werde sich der Rückgang der privaten Neuzulassungen weiter fortsetzen. Zugleich rechnet der ZDK für 2016 mit 7,3 bis 7,4 Millionen Pkw-Besitzumschreibungen und mit einem stabilen Werkstattgeschäft auf dem Niveau des laufenden Jahres.

Bei seiner Prognose stützt sich der ZDK auf seine Analyse des Herbstgutachtens der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. Demnach steigt das Bruttoinlandsprodukt in diesem und auch im kommenden Jahr real um jeweils 1,8 Prozent. Im Jahr 2016 wird es laut Herbstgutachten zu einem kräftigeren Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge kommen. Auch der private Konsum wird laut dem Herbstgutachten weiter zunehmen, was unter anderem auf höhere Nettoeinkommen - aufgrund von Entlastungen bei der Einkommensteuer - sowie auf eine Ausweitung der Beschäftigung zurückgeführt wird.

Für das zu Ende gehende Jahr 2015 verzeichnet das Kfz-Gewerbe gestiegene Absatzzahlen bei Neuwagen und Gebrauchten. Bis zum 31.12.2015 sind laut ZDK insgesamt 3,19 Millionen Pkw-Neuzulassungen sowie 7,3 Millionen Besitzumschreibungen zu erwarten. Die Werkstattauslastung dürfte im Jahr 2015 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen.

Die damit einhergehenden Zuwächse beim Umsatz werden sich laut ZDK-Präsident Karpinski wohl nicht entsprechend positiv auf die Rendite auswirken. Es sei zu befürchten, dass das Kfz-Gewerbe auch in diesem Jahr keinen Renditesprung erleben, sondern eher auf dem niedrigen Niveau von durchschnittlich 1,3 Prozent verharren werde. Allenfalls eine leichte Steigerung sei möglich.

Der ZDK-Präsident wies darauf hin, dass der Skandal um manipulierte Emissionswerte das Kfz-Gewerbe im kommenden Jahr besonders treffen werde. Die Rückrufaktion sei eine große logistische Herausforderung für den Service. Sie darf jedoch weder zu Lasten der Kunden noch zu Lasten der Betriebe gehen.

Pressekontakt:

Ulrich Köster, Pressesprecher
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)
Tel.: 0228/ 91 27 270
E-Mail: koester@kfzgewerbe.de
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