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Urlaub in den USA
Die häufigsten Fragen zum Reiserücktritt / Kostenfreie Kündigung nur bei "höherer Gewalt"

    München (ots) - Nach dem Terroranschlag in New York versuchen
viele Urlauber ihren bereits gebuchten Amerika-Urlaub zu stornieren
oder zumindest auf ein anderes Ziel umzubuchen. Die meisten
Reiseveranstalter zeigen sich kulant, obwohl ein Kündigungsrecht nur
in den seltensten Fällen besteht. Der ADAC hat die häufigsten Fragen
von USA-Reisenden zusammengestellt und beantwortet:
    
    - Kann man aus Angst vor Terroranschlägen von einer gebuchten
Reise kostenfrei zurücktreten? Eine für den Urlauber völlig
kostenfreie Kündigung des Reisevertrags ist nur möglich, wenn ein
Fall von "höherer Gewalt" vorliegt. Darunter versteht man
ungewöhnliche und unvorhersehbare Ereignisse, auf die der einzelne
keinen Einfluss hat und die für ihn mit einem erheblichen
Sicherheitsrisiko verbunden sind. Ein wichtiges Indiz für das
Vorliegen "höherer Gewalt" wäre, wenn das Auswärtige Amt vor der
Einreise in ein bestimmtes Land warnt. Dies ist im Fall USA nicht
geschehen. Einzelne Terroranschläge gehören nach der Rechtsprechung
zum allgemeinen Lebensrisiko. Anders ist es, wenn weitere Anschläge
stattfinden oder angekündigt werden.
    
    - Gilt das auch für Reisen nach New York? Solange dort die
Aufräumungsarbeiten andauern und ganze Straßenzüge Manhattens
gesperrt sind, kann ein Kündigungsrecht wegen höherer Gewalt
vermutet werden. Es wäre einem Reisenden nach Ansicht des ADAC nicht
zumutbar, an einer solchen Buchung festzuhalten.
    
    - Was muss man zahlen, wenn man eine Reise trotzdem storniert?
Unabhängig von der kostenfreien Kündigung einer Reise wegen höherer
Gewalt steht einem Kunden jederzeit das Recht zu, von einer gebuchten
Reise zurückzutreten. Der Reiseveranstalter kann jedoch in diesem
Fall eine angemessene Entschädigung verlangen. In der Regel verlangen
Reiseveranstalter hierfür eine pauschale Stornogebühr. Bei
Flugpauschalreisen sind die Stornosätze gestaffelt und um so höher,
je näher der Abreisetermin rückt. Bis 30 Tage vor Reisebeginn werden
üblicherweise 15 Prozent des Reisepreises berechnet. Wer erst zwei
Tage vor dem Start zurücktritt, muss in der Regel mit 80 Prozent
Stornogebühr rechnen.
    
    - Hat man ein Recht, eine Reise umzubuchen? Ob ein
Reiseveranstalter einer Umbuchung zustimmt, hängt von seiner Kulanz
ab. Einen rechtlichen Anspruch auf Umbuchung gibt es nicht. Schon im
eigenen Interesse wird der Veranstalter dem Kunden hier aber im
Rahmen seiner Möglichkeiten entgegenkommen.
    
    - Wie steht es wenn nur ein Flug gebucht wurde? Wer keine
Pauschalreise, sondern nur einen Flug in die USA gebucht hat, kann
aufgrund der jetzigen Situation ebenfalls nicht kostenfrei
zurücktreten. Es fallen die Stornopauschalen der jeweiligen
Fluggesellschaft an. Kulanz halber räumen jedoch viele
Fluggesellschaften ihren Kunden vorübergehend kostenlose
Rücktrittsmöglichkeiten für den unmittelbar bevorstehenden
Reiseantritt ein. Kostenfrei bleibt für den Kunden der Rücktritt von
einer Direktbuchung nur, wenn aufgrund eines Start- oder
Landeverbots der Flug gar nicht zu Stande kommt.
    
    - Wann hilft die Reiserücktrittsversicherung? Die Angst vor
Terroranschlägen wird von der Reiserücktrittsversicherung nicht
umfaßt. Sie sichert lediglich das Risiko ab, das im Bereich des
Versicherten liegt, etwa wenn er erkrankt, einen Unfall erleidet oder
ein naher Angehöriger stirbt.
    
    USA-Reisende können sich auf den Internetseiten des Auswärtigen
Amtes unter: www.auswaertiges-amt.de. über die aktuelle
Reisesituation direkt informieren. Hier erhält man Informationen zu
einer eventuellen Reisewarnung für die USA.
    
    
ots Originaltext: ADAC
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