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Giousouf: Deutsche Islamkonferenz vor neuen Herausforderungen

Berlin (ots) - Bilanz nach zehn Jahren Islamkonferenz ist gute Basis für die Zukunft

Am morgigen Dienstag feiert die Deutsche Islamkonferenz (DIK) ihr 10-jähriges Bestehen. Dazu erklärt die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Cemile Giousouf:

"Die Gründung der Deutschen Islamkonferenz durch den damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble war ein wahrer Meilenstein der Integrationspolitik. Die Bundesregierung hat damit die Initiative ergriffen, Muslimen in Deutschland den Weg zur gleichberechtigten Teilhabe zu ebnen. Den religiösen Bedürfnissen der Muslime und muslimischen Verbänden wird seitdem auf Augenhöhe begegnet. Diese religionsfreundliche Politik hat unser Zusammenleben positiv beeinflusst. Die Islamkonferenz bleibt auch zukünftig ein wichtiges Gremium, um gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu finden. Dazu gehört die Integration der vielen Flüchtlinge muslimischen Glaubens und die Abwehr von Radikalisierung und islamistischem Terror. Diese Themen sollten in Zukunft Schwerpunkte der Arbeit sein.

Die Islamkonferenz hat in den letzten zehn Jahren wichtige Themen vorangebracht. Die DIK hat die Etablierung von bekenntnisorientiertem islamischem Religionsunterricht in einzelnen Bundesländern angestoßen und begleitet. Das gleiche gilt für die Lehre islamischer Theologie an unseren Hochschulen. Die Islamkonferenz hat darüber hinaus wichtige Studien zu Glaube und Sozialstruktur der Muslime in Deutschland in Auftrag gegeben und damit überhaupt die Wissensgrundlage für weitergehende Politikvorschläge geliefert. Die wichtige Zusammenarbeit von muslimischen Verbänden und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit knüpft außerdem an die 2011 geschlossene "Initiative Sicherheitspartnerschaft" an. Gemeinsam arbeiten wir jetzt an den wichtigen Themen muslimische Wohlfahrtspflege und Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen.

Wir haben mit der Islamkonferenz ein Gremium, um das uns andere Länder beneiden. Sie muss sich jedoch wandelnden Herausforderungen immer wieder anpassen. So ist es wichtig, dass die DIK die Vielfalt des Islams in Deutschland widerspiegelt. Das gilt sowohl für die zunehmende Zahl der Muslime aus arabischen Herkunftsländern, als auch mit Blick auf die vielen nicht in Verbänden organisierten Muslime, die ein unterschiedliches Religionsverständnis haben.

Die DIK ist der Ort, um die Zukunftsfragen aufzugreifen, die junge Muslime in Deutschland bewegen. Dazu gehören die Frage, welche Bedürfnisse die junge Generation von Muslimen in Deutschland hat und in welche Richtung sich der Islam in Deutschland aus Sicht der Muslime bewegt. Aber auch wie wir gemeinsam die Feinde unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekämpfen und Vorurteile und Hürden abbauen können."

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