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Friedrich: Schröders Ankündigung ist purer Populismus

    Berlin (ots) - Zu der Ankündigung des Bundeskanzlers, 10 000 Ganztagsschulen einzurichten, erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Gerhard Friedrich MdB:          Der Bundeskanzler hat wieder einmal zugeschlagen:          Bis 2007 will er aus dem Bundeshaushalt 10 000 Ganztagsschulen finanzieren. Wahrscheinlich soll das Geld aus den UMTS-Zinsersparnissen kommen. Diese "Mittel" (genauer: Minderausgaben, die neue Finanzierungsspielräume gewähren) sind nur bis einschließlich 2003 vergeben.          Ob ab 2004 das Geld zum Stopfen anderer Löcher im Bundeshaushalt gebraucht wird, interessiert den Populisten Schröder im Wahljahr 2002 überhaupt nicht.

    Was Schröder so nebenbei vergisst:
    
    Für die Schulen (auch die Finanzierung) ist der Bund gar nicht
zuständig. Die meisten Ministerpräsidenten wollen die sog.
Mischfinanzierung z. B. im Bereich der großen
Forschungsgesellschaften oder beim Hochschulbau abschaffen. Der
Kanzler, dem überall das Geld für die Erfüllung von Bundesaufgaben
fehlt, will jetzt den Ländern helfen, deren Aufgaben zu erfüllen.
    
    In der Sache folgt der Kanzler den falschen Ratschlägen seiner
Bildungsministerin, die Ganztagsschulen für alle Schüler/innen
fordert. Das Hauptproblem sind laut PISA aber nur die
leistungsschwächsten Schüler (20 - 25 Prozent). Nur diese brauchen
Unterricht am Nachmittag, um eine unzureichende Förderung des
Elternhauses auszugleichen.
    
    Den anderen (vor allem den jüngeren Schülerinnen und Schülern)
will die Union auf jeden Fall entsprechend der Nachfrage eine
Nachmittagsbetreuung anbieten. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass
beide Eltern mit Kindern berufstätig sein können.
    
    Man kann zwar auch die Meinung vertreten, dass Ganztagsschulen
generell sinnvoll sind. Mit PISA kann man dies aber nicht begründen.
Vieles spricht dafür, dass andere "PISA-Länder" mit Gesamtschulen
nicht wegen ihrer Schulorganisation, sondern deshalb gut
abgeschnitten haben, weil sie schwache Schüler frühzeitig individuell
fördern.
    
    
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