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Austermann: Bundesliga-Bürgschaft bringt Schröder ins Abseits

    Berlin (ots) - Zu den Meldungen über staatliche Bürgschaften für
die Fußball-Bundesliga erklärt der haushaltspolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dietrich Austermann MdB:
    
    Nach aktuellen Presseberichten hat Wirtschaftsstaatssekretär Dr.
Alfred Tacke bestätigt, dass es Gespräche über staatliche
Bürgschaften von Bund und Ländern für die Fußball-Bundesliga für den
Fall einer Insolvenz der Kirch-Gruppe gegeben habe. Die Bürgschaften
sollen die Clubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga vor dem Konkurs
bewahren.
    
    In der bisherigen Diskussion um die Zahlungsschwierigkeiten der
Kirch-Gruppe war immer zu hören, dass seine "Fußballrechte" zu den
wertvollsten Teilen der Kirch-Gruppe gehören würden. Wenn das
tatsächlich der Fall ist, dann wird sich hierfür am Markt auch ein
Organisator und ein Finanzier finden. Deshalb ist es auch
zweifelhaft, ob eine Bundesbürgschaft, die nur in engen Grenzen
gewährt werden kann, überhaupt ernsthaft in Betracht kommen kann.
Damit entpuppt sich das Bürgschaftsgerede in erster Linie als
populistische Augenwischerei.
    
    Der frühere Manager von Werder Bremen, Willi Lemke, hat völlig
recht, wenn er es für einen skandalösen Scherz hält, dass
Steuergelder zur Finanzierung der wirtschaftlich intakten
Fußball-Bundesliga ausgegeben werden sollen. Die Bundesregierung ist
offenbar beim Motto "Brot und Spiele" angelangt. Dem Mittelstand
werden Hilfen verweigert. Mit der Bereitschaft zu Bundesbürgschaften
für Profi-Fußball stellt sich die Bundesregierung selbst ins sozial-
und ordnungspolitische Abseits.
    
    
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