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Giousouf: Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge ist ungebrochen

Berlin (ots) - Deutsche Wirtschaft packt mit an

Am gestrigen Mittwoch haben 36 große Unternehmen eine Initiative zur Integration von Flüchtlingen gestartet. Dazu erklärt die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Cemile Giousouf:

"Die Initiative "Wir zusammen" zeigt, dass die Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft ungebrochen ist. Mit dieser Initiative übernimmt auch die Wirtschaft Verantwortung. Dabei reicht die Hilfsbereitschaft von der Chefetage bis zum Arbeitnehmer, über Schnupperpraktika und Ausbildungsplätze bis zu speziellen Angeboten, die Sprache, Freizeit und Ausbildung verbinden. Es geht den Unternehmen sichtbar nicht nur um Arbeitskräfte, sondern um das offene Klima und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Unionsfraktion begrüßt diese Initiative ausdrücklich. So sieht soziale Marktwirtschaft aus. Viele Flüchtlinge kommen für eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz in Frage und sind jünger als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Es gilt dieses Potential zu nutzen. Die schnelle Integration der Flüchtlinge hat eine positive volkswirtschaftliche Auswirkung.

Wer Arbeit hat und für seinen Unterhalt selbst sorgen kann, trägt zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes bei. Deshalb hat die Bundesregierung in der Vergangenheit den Zugang für anerkannte Flüchtlinge zum Arbeitsmarkt gelockert. Die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse wurde erleichtert und der Spracherwerb von Neuzuwanderern wird nicht nur gefördert, sondern eingefordert. Für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen bedarf es einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung. Politik, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften und die vielen bürgerschaftlichen Initiativen müssen an einem Strang ziehen. Dass es funktioniert, beweist die Initiative "Wir zusammen"."

Hintergrund:

Deutschland ist ein Einwanderungsland und hat in der Vergangenheit volkswirtschaftlich von der Zuwanderung profitiert. Die Studie, die diesen Profit berechnet hat, ist eine Studie von Holger Bonin vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Dieser hat für das Jahr 2012 errechnet, dass die in Deutschland lebenden Ausländer den Sozialstaat entlasteten. Sie trugen durch Steuern und Abgaben mehr zu den öffentlichen Haushalten bei, als sie von diesen in Form von Transferleistungen empfingen. Die Studie errechnete einen staatlichen Nettogewinn von 3.300 Euro pro Ausländer. Dies liegt zwar etwas niedriger als bei den Deutschen, ist aber dennoch ein Plus, welches sich auf insgesamt auf 22 Milliarden Euro im Jahr 2012 beziffern ließ. Solche guten Zahlen sind allerdings davon abhängig, dass erstens möglichst gut qualifizierte Ausländer zuwandern, und dass sie zweitens erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dazu müssen sie ausreichend Deutsch sprechen und ihre Qualifikationen müssen von deutschen Arbeitgebern anerkannt werden.

Flüchtlingsschutz ist kein Instrument der Zuwanderungssteuerung, bei dem nach Ausbildung und Qualifikation ausgewählt werden könnte, sondern zunächst ein Instrument des (temporären) Menschenrechtsschutzes. Dementsprechend bedarf es besonders großer Anstrengungen in den Bereichen Sprache, Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt, um die Kosten der Flüchtlingskrise zu senken und sie zu einer Chance für Deutschland zu machen.

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